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Britische Experten halten eine zweite Coronavirus-Welle für ein "reales Risiko"

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Coronavirus-Warnschild in Großbritannien
Coronavirus-Warnschild in Großbritannien   -   Copyright  Matt Dunham/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
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Warnung vor schlechter Vorbereitung

Einen Tag, nachdem der britische Premier Boris Johnson weitgehende Änderungen bei den Lockdowns angekündigt hat, warnen Gesundheitsexperten, das Land könnte auf eine zweite Coronavirus-Welle schlecht vorbereitet sein.

In einem offenen Brief an die Regierung schrieben sie im British Medical Journal, die verfügbaren Hinweise deuteten darauf hin, dass regionale Ausbrüche zunehmend wahrscheinlich seien und eine zweite Welle ein reales Risiko darstelle.

Auf dem Höhepunkt der Krise war die Lage im Gesundheitsbereich äußerst angespannt. Pflegekräfte hatten zu wenig Schutzkleidung und Ausrüstung.

Die Autoren des Briefes sagen nun, die Vorbereitung auf eine zweite Welle sei unverzichtbar, um weitere Coronavirus-Tote zu vermeiden.

Belgiens Regierungschefin warnt vor Nachlässigkeit

Auch Belgien lockert die Abstandsregeln. Regierungschefin Sophie Wilmès forderte die Bürger auf, keine Risiken einzugehen, etwa durch ein Massentreffen, wie es am Wochenende eines im Rahmen einer Party gegeben hatte.

Wer sich selbst gefährdet, gefährdet auch die Menschen um sich herum."
Sophie Wilmès
Belgische Regierungschefin

"Das Virus ist nicht harmlos", so Wilmès, "auch nicht für junge Erwachsene. Solche Massenereignisse fördern die Ausbreitung des Virus. Wer sich selbst gefährdet, gefährdet auch die Menschen um sich herum, das sollte niemand vergessen."

In vielen Ländern steigen die Infektionszahlen derzeit wieder, zum Beispiel in Portugal. Die Regierung erließ für Lissabon erneut strengere Auflagen.

So müssen alle Geschäfte um 20 Uhr schließen, ausgenommen sind Restaurants, die ihre Gäste weiter bedienen können. Außerdem sind Versammlungen von mehr als 10 Menschen verboten.