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Abgeriegelt: Lockdown in beliebter Weinbauregion Ribera del Duero

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Weinprobe mit Maske
Weinprobe mit Maske   -   Copyright  (AP Photo/Alvaro Barrientos)
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Wegen rapide steigender Infektionszahlen steht die spanische Gemeinde Aranda del Duero in der Region Kastilien und León für zwei Wochen unter Quarantäne.

Dort wurden zuletzt binnen 24 Stunden über 200 Fälle registriert. Ein harter Schlag für die Hauptstadt des Weinbaugebiets Ribera del Duero. Die meisten Ansteckungen seien auf das familiäre Umfeld zurückzuführen, so ein Vertreter der Regionalregierung.

Die 150 Kilometer nördlich von Madrid gelegene Stadt hat gut 32 000 Einwohner. Ab diesem Freitag darf man sie nur noch mit einem triftigen Grund betreten oder verlassen. Für sie sei das ärgerlich, sagt eine Ladenbetreiberin, gerade im August kämen viele Kunden.

Nachdem die Zahl der Neuinfektionen zu Beginn des Sommers deutlich zurückgegangen waren, kämpft Spanien derzeit wieder mit einem merklichen Anstieg. Österreich hat deswegen eine Reisewarnung für das gesamte spanische Festland verhängt.

"Sorgenkind" Belgien

Auch Belgien steht bei mehreren nordeuropäische Ländern wegen steigender Infektionszahlen, vor allem in der Provinz Antwerpen, auf der Risikoliste. Großbritannien führte am Donnerstag erneut eine Pflichtquarantäne für Reisende aus Belgien, sowie Andorra und von den Bahamas ein.

Diese Länder seien "von der Liste der Reisekorridore für England gestrichen worden, nachdem die Daten einen deutlichen Anstieg der bestätigten Fälle zeigten", wie das Verkehrsministerium mitteilte. Die Verordnung gelte ab Samstagfrüh.

Keine zweite Welle, aber beunruhigend

Auch in den Niederlanden sind die Infektionszahlen in den vergangenen Wochen sehr schnell angestiegen. Besonders betroffen sind die Städte Rotterdam und Amsterdam. Wegen des großen Zustroms von Touristen auch aus Deutschland und Belgien kann in Amsterdam an vielen Stellen der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden.

Derweil warnte der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte vor einem neuen Lockdown, sollten die Corona-Regeln nicht eingehalten werden. Die Gefahr der Verbreitung des Corona-Virus sei groß. Es sei zwar keine zweite Welle, ab er dennoch beunruhigend, man müsse verhindern, dass die Lage außer Kontrolle gerate.

Hotspot Aarhus

In Dänemark bereitet der erneute Anstieg von Covid-19-Infektionen in der zweitgrößtem Stadt Aarhus Kopfzerbrechen. Dort wurden in den vergangenen Tagen mehr als 104 neue Infektionsfälle registriert, etwa die Hälfte davon betraf die somalische Minderheit in der Stadt.

Sorgen bereitet den Behörden auch der Ausbruch in einem Schlachthof in der Ringsted auf Seeland. Knapp 80 Mitarbeiter haben sich bislang mit dem Virus infiziert.