Eilmeldung
This content is not available in your region

Kabarettist ausgebuht, Ex-Fußballer erstaunt - bei Demo in Stuttgart

Protest in Stuttgart
Protest in Stuttgart   -   Copyright  Sebastian Gollnow/(c) Copyright 2020, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Schriftgrösse Aa Aa

An diesem Samstag haben sich trotz Hitzewelle einige hundert Demonstranten in Stuttgart versammelt, um gegen die Corona-Regeln und gegen die Regierung zu demonstrieren. Sie forderten "Freiheit" und das "Ende der Pandemie". Laut Organisatoren waren 5.000 Menschen dabei vor Ort.

Am vergangenen Wochenende waren deutlich mehr TeilnehmerInnen bei den Protesten in Berlin. Dazu waren viele aus Stuttgart in die Hauptstadt gereist.

Donald Trump eingeladen

Jetzt hat die Initiative "Querdenken 711" des Stuttgarter IT-Unternehmers Michael Ballweg US-Präsident Donald Trump zu ihrem Protest Ende August eingeladen. Bei der Demonstration hatten einige Teilnehmer schon diesmal Plakate mit Pro-Trump-Parolen dabei.

Sebastian Gollnow/(c) Copyright 2020, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Demo in StuttgartSebastian Gollnow/(c) Copyright 2020, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Bei vorherigen Kundgebungen waren Verschwörungstheoretiker wie YouTuber Ken Jebsen aufgetreten, der Bill und Melinda Gates für die Coronavirus-Pandemie verantwortlich macht. Querdenken-Hintermann Michael Ballweg will laut Suttgarter Zeitung bei der Kommunalwahl in der Stadt selbst antreten.

Auftritt von "Mainstream-Kabarettist" Florian Schroeder

Der Kabarettist Florian Schroeder versuchte, mit den Protestierern zu diskutieren. Schroeder sagte, er glaube nicht, dass Deutschland eine Diktatur sei. Und Freiheit heiße, sinnvolle Einschränkungen zu akzeptieren. Schroeder sagte, er wolle mit den Menschen reden. Er sei nicht Teil der Regierung und Freiheit heiße, Respekt haben und vernünftig sein.

Am Ende wurde der Humorist teilweise dafür ausgebuht, dass er die von der Regierung beschlossenen Einschränkungen verteidigte. Er sagte, er halte Corona für eine hochgefährliche Krankheit und Maskentragen und Abstandhalten für das einzig Sinnvolle. In Schroeders Tweet können Sie sich seine Rede anschauen.

Fußball-Weltmeister von 1990: Thomas Berthold in Stuttgart auf der Bühne

Auf der Bühne stand auch der Fußball-Weltmeister von 1990, Thomas Berthold. Der 55-Jährige erklärte, dass er die Initiative gegen die Corona-Regeln unterstütze "Ich möchte, dass wir unser altes Leben wieder zurückbekommen." Berthold meint, es gebe derzeit keine Partei, die er wählen wolle. Zudem sprach er sich gegen die Maskenpflicht aus.

Auf Twitter teilen viele User Auszüge aus dem Auftritt des Ex-Fußballers - meist mit kritischen Kommentaren. Laut einer Forsa-Umfrage für RTL haben 91 Prozent der Befragten in Deutschland kein Verständnis für die Proteste gegen die Corona-Regeln.