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Deutschland erklärt Spanien - außer Kanaren - zum Corona-Risikogebiet

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Mallorca ist jetzt zum Corona-Risikogebiet erklärt
Mallorca ist jetzt zum Corona-Risikogebiet erklärt   -   Copyright  Joan Mateu/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.
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Das deutsche Außenministerium hat Spanien wegen hoher Infektionszahlen als Corona-Risikogebiet eingestuft und für fast das ganze Land eine offizielle Reisewarnung herausgegeben. Ausgenommen sind die Kanaren, nicht aber Mallorca.

Für Urlaubsrückkehrer bedeutet die Entscheidung, dass ein Coronatest nach der Rückkehr obligatorisch wird. Während der Wartezeit auf das Ergebnis muss eine häusliche Quarantäne eingehalten werden.

Der Test muss innerhalb von drei Tagen nach der Ankunft in Deutschland gemacht werden. Alternativ kann ein aktuelles Coronatestergebnis aus Spanien vorgewiesen werden, das allerdings nicht älter als 48 Stunden sein darf.

Eine Reisewarnung geht weiter. Sie ist zwar kein Reiseverbot, aber eine abschreckende Wirkung ist beabsichtigt. Und sie hat eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Reisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren. Bisher gibt es für Spanien schon Reisewarnungen für die Hauptstadt Madrid, Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona und die Strände der Costa Brava sowie für das spanische Baskenland und die Regionen Navarra und Aragón.

Hektik bei Frankreich-Urlaubern

Die Wiedereinführung einer Quarantänepflicht in Großbritannien für Reisende aus Frankreich hat viele Urlauber kalt erwischt. Viele versuchten, noch vor Inkrafttreten der neuen Regelung, in die Heimat zu kommen. Die Eurostar-Züge und die Autozüge, die von Calais aus durch den Eurotunnel fahren, waren nahezu ausgebucht.

Quarantänepflicht für britische Bürger in Frankreich

Die Regierung in London hatte in der Nacht zum Freitag angekündigt, dass Reisende aus Frankreich, den Niederlanden, Malta und weiteren Gebieten von Samstagfrüh an wieder in eine 14-tägige Isolation gehen müssen. Medienberichten zufolge halten sich derzeit etwa 160.000 britische Urlauber in Frankreich auf, denen nach Bekanntwerden der Meldung nicht mehr als 40 Stunden bleiben, um wieder in ihr Heimatland zu kommen und dabei eine Quarantäne zu umgehen.

Paris will auf die britische Quarantänepflicht für Reisende aus Frankreich reagieren und eine gleichwertige Maßnahme für Reisende aus Großbritannien einführen. Man bedauere die britische Entscheidung und hoffe auf eine baldige Rückkehr zur Normalität, teilte Europa-Staatssekretär Clément Beaune am Freitag via Twitter mit.

Paris und Marseille als Viruszone

Frankreichs Hauptstadt Paris ist wegen der steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen wieder als aktive Viruszone eingestuft worden. Auch Marseille und das Département Bouches-du-Rhône, in dem die südfranzösische Stadt liegt, sind von der neuen Einstufung betroffen. Regionale Behörden können nun das öffentliche Leben wieder einschränken, etwa durch das Schließen von Restaurants oder Märkten.

Die Städte Paris und Marseille seien aktuell besonders gefährdet, sagte der Direktor der nationalen Gesundheitsbehörde, Jerôme Salomon. In etwa 20 weiteren Départements sei man aktuell besonders wachsam. Die Behörden hatten zuvor bereits gewarnt, dass die Zahl der Neuinfektionen in den Metropolen besonders bei jungen Menschen steige.

Paris weitete als Reaktion auf die Einstufung am Freitagabend die Maskenpflicht unter freiem Himmel aus. Sie galt bisher in einigen Straßen und etwa am Seine-Ufer. Nun ist die Maske ab Samstag in weiten Teilen des Stadtzentrums Pflicht. Außerdem werden Versammlungen von mehr als zehn Personen verboten, bei denen die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können.