US-Sportler protestieren mit Boykott gegen Rassismus und Polizeigewalt

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Von Frank Weinert
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Mit einem beispiellosen Boykott haben viele US-Sportler gegen Rassismus und Polizeigewalt protestiert.

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Wenige Tage nach Polizeischüssen auf den 29-jährigen Afroamerikaner Jacob Blake in Wisconsin haben zahlreiche US-Sportler mit einem beispiellosen Boykott ein Zeichen gegen Polizeigewalt und Rassismus in dem Land gesetzt. Die Basketballer der Milwaukee Bucks traten zum Spiel gegen Orlando Magic nicht an.

In einem Tweet hieß es: "Die NBA und die National Basketball Players Association geben bekannt, dass angesichts der Entscheidung der Milwaukee Bucks, heute nicht zum Spiel gegen Orlando Magic anzutreten, alle heutigen drei Spiele verschoben wurden. Die Spiele werden neu angesetzt".

Auch in anderen Sportarten gab es Solidaritätsbekundungen mit Jacob Blake. Drei Spiele der Major League Baseball wurden abgesagt. Das Duell der New York Mets mit den Miami Marlins fand statt, aber ein Spieler protestierte - Dominic Smith von den New York Mets: "Den Menschen ist das immer noch egal. Dass dies immer wieder geschieht, zeigt nur den Hass in den Herzen der Menschen. Das ist einfach scheiße. Es ist nicht leicht, ein Schwarzer in Amerika zu sein."

Auch Tennisprofis waren mit von der Partie. Die Japanerin Naomi Osaka verzichtete aus Protest auf ihre Teilnahme am Halbfinale bei den Western & Southern Open in New York, weitere Spielerinnen folgten. Selten zeigt sich die Welt des Sports so politisiert.

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