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Belarussische Opposition erhöht Druck auf Lukaschenko

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Belarussische Opposition erhöht Druck auf Lukaschenko
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In Belarus sind erneut Zehntausende Demonstranten durch die Straßen von Minsk gezogen. Auch in anderen Landesteilen kam es zu Kundgebungen.

Die Menschen kamen aus unterschiedlichen Richtungen im Zentrum der Hauptstadt zusammen - bei einem Protestzug unter dem Motto "Marsch der Helden". Gewidmet war die Großkundgebung der inhaftierten Oppositionsführerin Maria Kolesnikowa und anderen Mitgliedern der Demokratiebewegung.

Die Polizei war im Großeinsatz. Sie nahm rund 400 Menschen fest und wurde dabei von vermummten Einsatzkräften unterstützt. Viele Demonstranten wurden geschlagen. Trotz der Gewalt halten die Proteste bereits seit fünf Wochen an.

Die Demonstranten fordern den Rücktritt des Präsidenten Alexander Lukaschenko, dem sie Wahlfälschung und massive Gewalt bei Polizeieinsätzen vorwerfen.

Lukaschenko bestreitet die Anschuldigungen. Er beschuldigt stattdessen den Westen, sich in inner-belarussische Angelegenheiten einzumischen. An diesem Montag will er den russischen Präsidenten in Sotschi am Schwarzen Meer treffen, um sich bei ihm Unterstützung zu holen.

Lukaschenko, auch der letzte Diktator Europas genannt, ist seit 26 Jahren an der Macht. Und diese will er verteidigen - die meisten Oppositionsführer sind im Gefängnis oder im Exil.