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Mittelmeer-Konflikt: Griechenland rüstet auf, Erdogan warnt Macron

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Griechische Militärübung im Mittelmeer Anfang September 2020
Griechische Militärübung im Mittelmeer Anfang September 2020   -   Copyright  Defensa Nacional Griega vía AP
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Bei einem Besuch in Zypern hat sich US-Außenminister Mike Pompeo besorgt über das Vorgehen der Türkei im östliche Mittelmeer geäußert.

Sein Treffen mit Präsident Nikos Anastasiades wurde live vom zyprischen Staatsfernsehen übertragen.

Anastasiades sagte, die Probleme könnten mit diplomatischen Mitteln gelöst werden, aber nicht mit Kanonenbooten.

Pompeo unterstrich: "Wir bleiben tief besorgt über die laufenden Operationen der Türkei zur Erkundung natürlicher Ressourcen in Gebieten, die Griechenland und Zypern im östlichen Mittelmeer als ihren Rechtsraum geltend machen."

Athen plant "nationalen Schild"

Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hat als Reaktion auf die schweren Spannungen mit der Türkei ein umfangreiches Aufrüstungsprogramm auf den Weg gebracht.

Während einer live im griechischen Fernsehen ausgestrahlten Rede in Thessaloniki sprach Mitsotakis von einem "nationalen Schild": "Es ist an der Zeit, als Vermächtnis für die Sicherheit des Landes die Streitkräfte zu stärken. Das ist eine Verpflichtung gegenüber den Griechen, die die Kosten tragen werden."

Erdogan warnt Macron

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan verbat sich Kritik am Vorgehen seines Landes. Er warnte auch die Unterstützer Griechenlands wie Frankreich: "Frankreich steht oft auf der Tagesordnung. Ich will keine Namen nennen, aber ich bin dazu gezwungen, weil er oft auf mich zukommt. Er sagt, wir haben ein Problem mit Erdogan. Herr Macron, Sie werden noch viel mehr Probleme mit mir haben."

Griechenland wirft der Türkei vor, Erdgasvorkommen illegal in den Regionen griechischer Inseln zu erkunden. Ankara argumentiert, dass die Gewässer zum türkischen Festlandsockel gehören.