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Proteste in Kirgistan - Demonstranten fordern neue Regierung

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Proteste in Kirgistan - Demonstranten fordern neue Regierung
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Nach massiven Protesten gegen die umstrittene Parlamentswahl im zentralasiatischen Kirgistan sind die Menschen dort erneut auf die Straße gegangen. Tausende demonstrieren in der Hauptstadt Bischkek und fordern eine neue Regierung und den Rücktritt von Präsident Sooronbaj Dscheenbekow.

Die Menschen sind wütend, weil es große Oppositionsparteien bei der Wahl am vergangenen Sonntag nicht ins neue Parlament geschafft haben. Die Demonstranten sprachen von Wahlbetrug.

Dazu Elvira Surabaliyeva, Mitglied der Oppositionspartei "Ata Meken":

"Die Volksrevolution hat stattgefunden. Ich möchte betonen, dass weder politische Parteien noch politische Persönlichkeiten etwas mit der Volksrevolution zu tun haben. Niemand von ihnen sollte sich die Errungenschaften des Volkes zuschreiben. Ganz gewöhnliche Bürger sind hierher gekommen. Sie sind gekommen, weil sie mit den Ergebnissen der Wahlen vom 4. Oktober nicht einverstanden sind".

Die Wahlkommission erklärte inzwischen die eigenen Ergebnisse der Abstimmung für ungültig und begründete ihre Entscheidung mit Fälschungen. Ministerpräsident Kubatbek Boronow ist nach den Protesten zurückgetreten.

Präsident Dscheenbekow, der seit 2017 im Amt ist, wirft der Opposition den Versuch einer illegalen Machtergreifung vor. Viele Kirgisen sind unzufrieden mit der derzeitigen Regierung wegen des Umgangs mit der Corona-Pandemie.

Zudem ist die Wirtschaftslage in dem armen Land mit mehr als sechs Millionen Menschen schlecht.