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"Lang lebe die Freiheit": Anti-Masken Proteste in Europa

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"Lang lebe die Freiheit": Anti-Masken Proteste in Europa
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Mit dem sich dramatisch verschlimmernden Infektionsgeschehen in Europa kommen immer mehr Restriktionen, das Tragen von Masken gehört noch zu den einfachen Einschränkungen. Gegen diese Maßnahmen gibt es europweit Proteste, zum Beispiel in Polen.

Die zweite Welle hat uns erreicht, und wir müssen ihr entschieden entgegentreten.
Mateusz Morawiecki
Polnischer Premierminister

Immerhin wird ganz Polen mit 38 Millionen Einwohnern nun als "gelbe Zone" eingestuft. Bleibt es bei den momentanen Steigerungsraten, verdoppelt sich die Zahl der Infizierten in Polen alle drei Tage. In Polen gilt jetzt die Maskenpflicht im öffentlichen Raum. 38 Gemeinden gelten als rote Zonen, in denen strengere Beschränkungen für öffentliche Veranstaltungen und Familienanlässe gelten.

Das polnische Gesundheitsministerium teilte am Donnerstag mit, dass sich seit Beginn der Pandemie insgesamt 111.599 Menschen mit Covid-19 infiziert und 76.490 erholt haben. 2.867 Menschen sind in Polen gestorben.

London

Auch in London kam es zu Demonstrationen, Hunderte Masken- und Impfgegner marschierten bis vor die Downing Street, dem Amtssitz des britischen Premiers. Sie forderten das Ende der Maßnahmen, denn Covid-19 sei ein Schwindel. Auf dem Londoner Trafalgar Square drängten sich Demonstranten, die gegen Abriegelung, Impfungen und Masken mit Schildern und Plakaten wie "World Hoax Organisation" und "Masken sind Maulkörbe"protestierten.

Viele forderten ein Ende der staatlichen Gesundheitsmaßnahmen und das Recht, sich das Coronavirus - sollte es überhaupt existieren - ohne staatliche Einmischung einzufangen.

Angesichts rasant steigender Zahlen auch in Großbritannien steht auch hier eine Verschärfung der Maßnahmen an.

Rom

Etwa 1.000 Anti-Impf-Aktivisten demonstrierten in Rom unter dem "Lang lebe die Freiheit".

"Keine Masken, keine soziale Distanzierung", hieß es auf einem Transparent. Auf anderen stand "Persönliche Freiheit ist unantastbar", ein Protestierender trug ein Foto von Papst Franziskus mit dem darüber geschriebenen Wort Satan und der Zahl 666 - die als Symbol des Teufels gilt.

Mehr als 35.500 Menschen sind in Italien - einem der ersten betroffenen Länder Europas - gestorben. Das Land, in dem fast 276.000 Fälle gemeldet wurden, ging im Mai aus einer strikten zweimonatigen Abriegelung hervor.

Mehr als 274.000 Kranke und 35.000 Tote. Punkt.
Giuseppe Conte
Italienischer Premierminister