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Besser durch die Coronakrise: Milde Rezession in Polen

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Besser durch die Coronakrise: Milde Rezession in Polen
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Auch Polen rutscht wegen der Coronakrise in die Rezession, allerdings soll sie die mildeste in Europa sein. Der Internationale Währungsfonds ging im Frühjahr davon aus, dass die polnische Wirtschaft um 4,6 Prozent nach unten geht und die Arbeitslosenquote auf fast 10 Prozent steigt. Polen hatte mit an die 4 Prozent eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten in der EU.

Die Menschen klagen über steigende Preise, hohe Kosten für Lebensmittel.

Patrycja ist Hausfrau und Mutter. Sie sagt: "Mir geht es um die Preise für Nahrungsmittel. Hier auf dem Markt zum Beispiel kostet das Kilo Äpfel immer teurer. Wenn ich für die Kinder Apfelpfannkuchen machen will, zahle ich acht Sloty für drei Äpfel."

Immobilienmakler Arkadiusz meint: "Vor einem Monat habe ich meinen Abschluss als Immobilienmakler gemacht. Ich habe Gott sei Dank einen Job. Aber zwei Drittel meiner Freunde haben ihre Arbeit verloren. Die sind jetzt auf Jobsuche."

Mirek ist pensionierter IT-Mitarbeiter. Er sagt: "Ich bin Rentner. Es geht mir nicht schlecht. Aber die Preise sind drastisch gestiegen. Alles ist 4 bis 5 Prozent teurer im Vergleich zum Vorjahr."

Ministerpräsident Mateusz Morawiecki schreibt es sich und seiner Regierung zu, dass sein Land relativ gut durch die Coronakrise gekommen ist. Allerdings muss bei der Analyse der polnischen Wirtschaftsdaten auch miteinbezogen werden, dass Polen zum Beispiel weit weniger vom Tourismus abhängig als etwa Italien oder Spanien. Es hat auch einen Handelsüberschuss, ist nicht vom Export von Rohstoffen abhängig und reduziert seit Jahren seine Auslandsverschuldung