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"Sofia" findet neue Hinweise für Wasser auf dem Mond

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"Sofia" findet neue Hinweise für Wasser auf dem Mond
Copyright  M. KORNMESSER/ESA/HUBBLE), NASA AND ESA HANDOUT/EPA
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Auf dem Mond gibt es offenbar mehr Wasser als zunächst angenommen. Dafür haben US-Forscher neue Hinweise gefunden. Demnach gebe es Wassermoleküle sowohl auf der Oberfläche als auch in Gegenden auf dem Mond, wo Wasser als Eis konserviert sei - nicht nur auf beschatteten Flächen des Mondes. Das berichten zwei Wissenschaftlerteams im Fachmagazin "Nature Astronomy".

In einer der beiden Studien analysierten Forscher der Universität von Honolulu Daten des Stratosphären-Observatoriums für Infrarot-Astronomie genannt "Sofia", einer von der US-Raumfahrtbehörde Nasa und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt zum fliegenden Teleskop umgebauten Boeing 747.

Bei der Untersuchung eines Kraters fanden sie Hinweise auf Wassermoleküle. Diese könnten überwiegend in Glaskügelchen oder in Spalten zwischen Geröll auf der Oberfläche konserviert sein, vermuten sie. Generell gehen die Forscher davon aus, dass Wassermoleküle eher in polnahen Gegenden vorkommen als in anderen Regionen, die näher am Mondäquator liegen.

Lange Zeit hatte der Erdtrabant als sehr trocken gegolten. Doch seit Jahren mehren sich wissenschaftliche Hinweise, dass der Mond doch mehr Wasser besitzen könnte als gedacht. Wasservorkommen wären enorm wichtig für die Erforschung des Himmelskörpers - etwa für bemannte Mondstationen.