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US-Bürger im Ausland wollen keine Doppelbesteuerung mehr

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US-Bürger im Ausland wollen keine Doppelbesteuerung mehr
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Renee Nielsen leitet die Vereinigung der US-Republikaner im Ausland von ihrem Haus in Den Haag aus. Ihrer Meinung nach ist die Wiederwahl von Donald Trump die einzige Möglichkeit, eine Regelung der Obama-Regierung von 2010 aufzuheben: Diese zwingt alle US-Amerikaner, die im Ausland leben, US-Steuern zu zahlen:

"Mit Präsident Trump haben wir jetzt eine Stimme, die sich dafür einsetzt, dass diese Besteuerung nicht mehr auf der Staatsbürgerschaft, sondern auf dem Wohnsitz basiert", sagt sie. "Außerdem haben Republikaner im Ausland mit ihrem Bemühen, Klagen einzureichen und im Namen aller Amerikaner zu prozessieren, eine Vorreiterrolle übernommen." Das sogenannte FATCA-System (Foreign Account Tax Compliance Act) bringt den USA jährlich 8,9 Milliarden Dollar an Steuereinnahmen ein. Und nach vier Jahren mit Donald Trump im Amt ist es immer noch in Kraft.

Demokraten und Republikaner wollen eine Abschaffung der Doppelbesteuerung

Kendra Borgen engagiert sich bei den US-Demokraten im Ausland in Amsterdam. Sie sagt, 4 Jahre mit Trump im Amt seien in einem liberalen Land wie den Niederlanden schwierig gewesen. Auch die Demokraten sind gegen eine Besteuerung für US-Bürger im Ausland. "Die Doppelbesteuerung wurde von Obama durchgesetzt, aber dieses politische Ansinnen gab es schon immer", so Kendra Borgen. "Dahinter steckt die Idee, dass man versucht, Steuerbetrüger zu fangen. Es geht nicht darum, Amerikaner zu erwischen, die im Ausland leben und Bankkonten im Ausland haben. Das war nicht das Ziel, aber das ist das, was passiert. Politik ändert sich nur langsam, wenn es im Kongress zu Behinderungen kommt. Das müssen wir stoppen."

Die wahlberechtigten US-Wähler hier in den Niederlanden haben ihre Stimmzettel lange vor dem Wahltag abgegeben. Aber das Ergebnis dieser Wahl betrifft nicht nur sie, deshalb wird es auch von den Europäern so genau beobachtet.

Donald Trump ist umstritten

Die Menschen sind gespalten, was Donald Trump betrifft:

"Wenn er wiedergewählt wird, geht es mit den USA schneller bergab", meint Roberto.

Und Jaida sagt: "Trump ist meiner Meinung nach ein Monster."

Und die Passantin Beatrice: "Er sorgt sich um die Wirtschaft. Ich glaube, er macht gute Dinge, aber so wie er sich als Präsident benimmt, ist es schrecklich für die Amerikaner."

Die ganze Welt wartet gespannt auf die US-Wahlergebnisse am 3. November.