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Corona-Test auf Spendenbasis: Solidarität in Neapel

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Corona-Test auf Spendenbasis: Solidarität in Neapel
Copyright  Test covid in una chiesa di Napoli
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In Italien kommt das Gesundheitssystem wegen der Corona-Pandemie an seine Grenzen. Das zeigt sich in den Notaufnahmen, vor denen sich unter anderem in Neapel Krankentransporte stauen, aber auch an der mangelnden Verfügbarkeit von Tests. In der süditalienischen Hafenstadt versuchen Hilfsorganisationen dafür zu sorgen, dass auch diejenigen sich testen lassen können, die sich eine Analyse zum Normalpreis auf eigene Kosten nicht leisten könnten.

Es gebe einen Test zum Solidarpreis von 18 Euro, so Angelo Melone, Chef der Organisation "Sa.Di.Sa". Außerdem könne man Tests spenden. Das sei ein Zeichen besonders großer Solidarität, denn schließlich gingen die Spenden an Fremde.

Idee stammt vom "Caffè Sospeso"

Die Idee stammt vom sogenannten "Caffè Sospeso", einer neapolitanische Tradition, wie unser Korrespondent Luca Palamara erklärt. "Sie stammt aus der Nachkriegszeit und wird besonders in Arbeitervierteln immer noch praktiziert. Jeder, der irgendwo einen Kaffee trinkt, kann für zwei bezahlen, so dass jemand, der sich vielleicht keinen Kaffee leisten kann, einen trinken kann. Heute geht es nicht um Kaffee, sondern um Corona-Tests, aber das Solidaritätsprinzip ist dasselbe."

Angelo Melone erklärt: "Wir bekommen sogar Spenden aus Deutschland, von deutschen Stiftungen. Wir haben schon ein paar hundert gespendete Tests bekommen. Heute ist der erste Tag und wir haben schon viele Tests auf Spendenbasis durchgeführt."