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Durchbruch bei Astrazeneca: Dritter Corona-Impfstoff liegt vor

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Durchbruch bei Astrazeneca: Dritter Corona-Impfstoff liegt vor
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Bei der Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus gibt es eine weitere Erfolgsmeldung: Der britisch-schwedische Pharmakonzern Astrazeneca teilte mit, sein gemeinsam mit der Universität Oxford entwickeltes Mittel biete Studien zufolge eine Wirksamkeit von bis zu 90 Prozent. Die Erfolgsquote hänge von der Dosierung ab. ProbandInnen, die zunächst eine halbe und einen Monat später eine komplette Dosis erhielten, seien zu 90 Prozent geschützt. Bei zwei vollen Dosen liege die Wirksamkeit nur bei 62 Prozent.

Zuvor hatten bereits die Firmen Biontech und Pfeizer einen gemeinsam entwickelten Impfstoff vorgelegt, der zu 95 Prozent effektiv sei. In Europa und den USA laufen Zulassungsverfahren.

Das US-Unternehmen Moderna zog nach und kündigte einen Impfstoff an, der zu 94,5 Prozent wirksam sein soll. Ein Antrag auf Notzulassung in den USA soll in der kommenden Woche gestellt werden.

"Der nächste Schritt ist jetzt, ausreichend Menschen schnell genug zu immunisieren, um einen Einfluss auf das Virus zu haben und das braucht Zeit", so Adam Finn, Immunologe an der Universität von Bristol. "Es braucht Zeit, um den Impfstoff herzustellen, zu veteilen und zu verabreichen. Das geht nicht einfach über Nacht. Je mehr Impfstoffdosen wir haben, desto schneller wird es gehen."

Die EU hat mit fünf Impfstoffherstellern bereits Lieferverträge abgeschlossen. Biontech und Pfizer sowie Astrazeneca sollen jeweils 300 Millionen Dosen liefern. Eine Durchimpfung der Bevölkerung in Deutschland könne noch vor Ende 2021 erreicht werden, so der deutsche Gesundheitsminister.