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Das Schweigen brechen: Meghan Markle berichtet über Fehlgeburt

Prinz Harry und seine Frau Meghan bei den Endeavour Fund Awards in London, 5.3.2020
Prinz Harry und seine Frau Meghan bei den Endeavour Fund Awards in London, 5.3.2020   -   Copyright  AP Photo/Kirsty Wigglesworth, File
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Die Frau von Prinz Harry, Meghan Markle, hat im Sommer eine Fehlgeburt erlitten. Das berichtet die Herzogin in einem Gastbeitrag für die New York Times mit dem Titel "The Losses We Share". Es sei eine Erfahrung, die von vielen Menschen geteilt würde. Dennoch seien Fehlgeburten ein Tabuthema. Meghan erklärte, sie wolle das Schweigen brechen, um damit anderen zu helfen.

"Eine fast unerträgliche Trauer erdulden"

"Ein Kind zu verlieren bedeutet, eine fast unerträgliche Trauer zu tragen, die viele durchmachen, über die aber nur wenige sprechen". Unter 100 Frauen hätten zehn bis 20 eine Fehlgeburt erlebt. "Doch trotz der erschütternden Gemeinsamkeit dieses Schmerzes bleibt das Gespräch ein Tabu"- aus unbegründeter Scham. Es sei ein Kreislauf von "einsamer Trauer", der sich immer weiter fortsetze.

Ihre Fehlgeburt habe sich "an einem Tag wie jeder andere" ereignet. Nach dem Frühstück habe sie ihre Hunde gefüttert und ihrem Sohn Archie die Windeln gewechselt. Dann habe sie plötzlich einen stechenden Schmerz gespürt. "Während ich mein erstgeborenes Kind umklammerte, wusste ich, dass ich mein zweites Kind verliere."

Die Stunden danach beschreibt sie so: "Ich lag in einem Krankenhausbett und hielt die Hand meines Mannes. Ich spürte, wie seine Handfläche feucht wurde, und küsste seine Hände, feucht von unseren Tränen. Ich starrte auf die kalten weißen Wände und alles verschwamm vor meinen Augen. Ich versuchte mir vorzustellen, wie wir heilen würden."

Eine einfache Frage zur Heilung

Neben ihrer persönlichen Geschichte schrieb Meghan, dass 2020 "alle von Verlust und Schmerz geplagt" seien. Die 39-Jährige will die Menschen während des Thanksgiving-Feiertags in den USA dazu ermuntern, auch andere mal zu fragen: 'Geht es Ihnen gut?' Eine simple Frage wie diese sei ein guter Weg, mit der Heilung zu beginnen.

Sie selbst habe während ihres Aufenthalts in Südafrika vor gut einem Jahr immer wieder mit Erschöpfung zu kämpfen gehabt. In der Öffentlichkeit habe sie jedoch immer ein "tapferes Gesicht" gemacht. Ihre wahrheitsgemäße Antwort auf die Frage eines Journalisten nach ihrem Wohlbefinden hatte damals viel Aufmerksamkeit erregt und Zuspruch von anderen Müttern erhalten.

Die Herzogin und Prinz Harry, der Herzog von Sussex, waren im Frühjahr mit ihrem 2019 geborenen Sohn Archie nach Kalifornien gezogen, um abseits des Medienrummels zu leben. Bereits im Januar waren sie von ihren Verpflichtungen im britischen Königshaus zurückgetreten.

Weitere Quellen • New York Times, BBC