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Gastronomen in Lissabon verzweifeln: Hungerstreik vor Parlament

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Sie trotzen Wind und Wetter: Das provisorische Protest-Camp vor dem Parlament in Lissabon.
Sie trotzen Wind und Wetter: Das provisorische Protest-Camp vor dem Parlament in Lissabon.   -   Copyright  LUSA
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Für eine Gruppe von Gastronomen in Lissabon ist ein provisorisches Camp mit zwei Zelten vor dem Parlamentsgebäude der letzte Rettungsanker.

Sie sind in einen unbefristeten Hungerstreik getreten, weil alle neun Beteiligten vor dem Ruin stehen. Sie wollen den exponierten Standort erst verlassen, wenn die Regierung ihren Forderungen nach finanziellen Sofortmaßnahmen entspricht.

Die Gruppe besteht aus acht Männern und einer Frau. Darunter Restaurant-Besitzer João Sotto Mayor: "Wir sind zu neunt und haben seit drei Tagen nichts gegessen. Privatleuten wie uns, die ihr ganzes Leben lang in ihre Geschäfte investiert haben, wird kein Respekt entgegengebracht. Es gibt hier Besitzer kleiner Restaurants, die keine Überlebenschance haben."

Diskotheken-Betreiber Alberto Cabral ergänzt: "Wir brauchen wirklich jetzt sofort finanzielle Unterstützung. Kredite helfen uns nicht weiter, nur direkte Zahlungen, weil wir kein Geld mehr haben. Wir haben seit inzwischen neun Monaten keinen einzigen Euro mehr verdient."

Noch lieber wäre es den Streikenden allerdings, umgehend wieder an die Arbeit zu gehen. Doch die einzige Möglichkeit für Gastronomen, Geld zu verdienen, ist das Liefergeschäft. Für Diskotheken-Betreiber also keine Alternative.