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Mutiertes Virus: Schweiz sucht 10.000 Touristen und Minister in Quarantäne

Polizei kontrolliert Pisten und Restaurants im Schweizer Villars-sur-Ollon
Polizei kontrolliert Pisten und Restaurants im Schweizer Villars-sur-Ollon   -   Copyright  VALENTIN FLAURAUD/AP
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In der Schweiz halten sich traditionell viele britische Touristinnen und Touristen zum Jahresende in den Skigebieten auf. Laut Schätzungen sind es derzeit etwa 10.000 Personen. Wie viele Feriengäste genau trotz Corona-Pandemie in diesem Jahr gekommen sind, war am Montagabend nicht bekannt. Aber seit sich Europa abschottet gegen das in Großbritannien aufgetretene mutierte Coronavirus, suchen Schweizer Behörden nach den britischen Touristinnen und Touristen, die sich in Quarantäne begeben sollen.

In vielen Hotels wussten die Beschäftigen laut Schweizer Medien aber kaum Bescheid über die rückwirkende Quarantäne von 10 Tagen für Gäste aus Großbritannien. Viele Urlauberinnen und Urlauber waren am Montag in den Skigebieten noch auf den Pisten unterwegs.

Auf der Pressekonferenz in Bern kündigten die Behörden an, man sammle nun die Passagierdaten der Fluggesellschaften. Diese würden dann den Kantonen zur Verfügung gestellt. Personen müssten bisher auch immer ihren Aufenthaltsort in der Schweiz angeben. Die Kantone müssten die Quarantäne anordnen und kontrollieren.

Wer aber schon am 14. Dezember eingereist ist und sich gesund fühle, müsse die Quarantäne nicht neu beginnen, sondern nur die restlichen drei Tage im Hotel oder Ferienhaus ausharren, meinte Patrick Mathys vom Bundesamt für Gesundheit (BAG).

Laut dem BAG sind seit dem 14. Dezember 92 Flüge aus Großbritannien sowie vier aus Südafrika in der Schweiz gelandet. Wie viele dieser Reisenden sich im Berner Oberland - das bei Britinnen und Brien sher beliebt ist - aufhalten, konnte Gundekar Giebel, Sprecher der kantonalen Gesundheits- und Integrationsdirektion, laut 20.Minuten nicht sagen.

Warum schickt die Mutation Minister Guy Parmelin in Quarantäne?

Der Schweizer Wirtschaftsminister Guy Parmelin ist ebenfalls von der rückwirkenden Quarantäne betroffen, denn der SVP-Politiker war am 14. Dezember zu Handelsgesprächen in London. Dort hat er auch ein Abkommen mit der britischen Regierung abgeschlossen, um den Austausch nach dem Brexit zu regeln.

Jetzt muss Parmelin bis Heiligabend in Quarantäne. Aus seinem Ministerium verlautete, der 61-Jährige habe keine Symptome.

Seit Montag ist der Flugverkehr der Schweiz von und nach Großbritannien sowie Südafrika nach einem Beschluss der Regierung unterbrochen.

In den Schweizer Skiorten überprüfen übrigens auch Sicherheitskräfte die Einhaltung der Corona-Regeln. Lokal sind auch einige Skigebiete - wie anderswo in Europa - geschlossen. Der Kanton Glarus macht die Skigebiete ab dem 22. Dezember 2020 dicht.