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Holt Trump die geschasste Verschwörungstheoretikerin Sidney Powell zurück?

Anwältin Sidney Powell am 2. Dezember 2020 in Georgia
Anwältin Sidney Powell am 2. Dezember 2020 in Georgia   -   Copyright  Ben Margot/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.
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Eigentlich galt die Anwältin Sidney Powell als gefeuert. Laut einer offiziellen Mitteilung vom November war die 65-Jährige nicht mehr in Donald Trumps Wahlkampfteam.

Aber beim noch amtierenden US-Präsidenten, ist es offenbar möglich, sein berüchtigtes "You're fired" wenig später wieder rückgängig zu machen. So ist Sidney Powell Anfang Dezember in Georgia im Namen von Trumps Wahlkampfteam in Georgia aufgetreten - und in den vergangenen Tagen wurde sie beim Verlassen des Weißen Hauses in Washington beobachtet.

"Sonderermittlerin für Wahlbetrug"

Laut New York Times und CNN hat Donald Trump am Freitagabend vorgeschlagen, Sidney Powell als seine "Sonderermittlerin für Wahlbetrug" einzusetzen. Dabei ist der Demokrat Joe Biden mit den Stimmen von 306 gegen 232 Wahlleuten der designierte US-Präsident, der am 20. Januar in das Amt eingeführt werden soll.

Sogar Trumps treuer Anwalt Rudy Giuliani - offenbar von Covid-19 genesen - soll sich den Berichten zufolge dagegen ausgesprochen haben, Sidney Powell mit der Verteidigung des vermeintlichen Trump-Wahlsiegs zu betrauen. Die Anwältin gilt als Verschwörungstheoretikerin, die der QAnon-Bewegung nahesteht. Für den angeblichen Betrug bei den Wahlen Anfang November hatte sie auch Venezuela verantwortlich gemacht.

Twitter versieht inzwischen Trumps Tweets, die von Wahlbetrug ausgehen, mit dem Hinweis, dass Joe Biden die Wahl gewonnen hat.

Bei dem Treffen mit Powell im White House sollen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Besprechung am Freitagabend angeschrien haben. Mit dabei war offenbar auch der ehemalige Sicherheitsberater Michael Flynn, den Sidney Powell juristisch vertreten hatte. Er soll sich für die Anwältin eingesetzt haben. Am Sonntagabend traf sie dann nochmals mit Trump zusammen.

Als Journalistinnen und Journalisten Sidney Powell nach ihrer neuen Rolle fragen wollten, stritt sie zunächst ab, im Weißen Haus gewesen zu sein. Doch dann gab sie zur Antwort: "Das geht Sie gar nichts an."