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LKW-Chaos in Dover, 1.000 Soldaten im Einsatz, Warschau schickt Hilfe

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Von Euronews mit dpa
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LKW-Chaos in Dover, 1.000 Soldaten im Einsatz, Warschau schickt Hilfe
Copyright  Kirsty Wigglesworth/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
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In der Grafschaft Kent, in Großbritannien, sind mittlerweile 1.000 britische Soldaten im Einsatz, um den riesigen Lkw-Stau vor dem Hafen von Dover aufzulösen.

Zu den bereits 300 Soldaten, die im Einsatz seien, um die Fahrer schnellstmöglich auf das Coronavirus zu testen, seien nun 800 weitere hinzugekommen, teilte das Verteidigungsministerium in London am Freitag mit. Die Soldaten helfen dabei, die schätzungsweise 4.000 internationalen LKW-Fahrer schnellstmöglich zu testen.

Tausende Fernfahrer sitzen seit vergangenem Sonntag in England fest, nachdem Frankreich wegen einer neuen, womöglich noch ansteckenderen Coronavirus-Variante seine Grenze komplett geschlossen hatte. Am Mittwoch wurde eine Einigung zwischen London und Paris erzielt, seitdem müssen sich alle Einreisenden einem Corona-Schnelltest unterziehen, bevor sie den Ärmelkanal per Schiff oder durch den Eurotunnel überqueren dürfen - ein erheblicher logistische Aufwand.

Auch Warschau schickt Hilfe nach Südengland

Weil unter den Wartenden auch viele polnische Stssatbürger sind, hat Warschau medizinisches Personal und Corona-Tests nach Südengland geschickt. Trotzdem wird erwartet, dass es noch Tage dauert, bis sich der Rückstau auflöst.

Polen schickte am Freitag ein 60-köpfiges medizinisches Team der Armee Richtung Dover. Eine erste Delegation von Ärzten und Krankenschwestern aus Polen hätten bis Freitagmorgen bereits 1.260 Lkw-Fahrer getestet, teilte Michal Dworczyk, Chef der Regierungskanzlei, per Twitter mit.

Außerdem habe das Land 15.000 Corona-Tests zur Verfügung gestellt. Soldaten der polnischen Armee verteilten zudem Lebensmittel.

Nach Angaben der Regierung in Warschau steckten bis Freitag mehrere Tausend polnische Fahrer in England fest. "Wir sind fest entschlossen, dass alle polnischen Lkw-Fahrer nach Hause kommen sollen", so Dworczyk.