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Nasa: 2020 hat 2016 als wärmstes Jahr abgelöst - Und 2021?

Wald- und Buschbrände wüteten 2020 in Australien
Wald- und Buschbrände wüteten 2020 in Australien Copyright Eric Risberg/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
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Von Oscar ValeroEuronews
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Das Arktiseis schmilzt nur so dahin, Waldbrände wüteten 2020 in Australien und Kalifornien. Immerhin ging der weltweite Ausstoß von Kohlendioxid coronabedingt rekordmäßig zurück.

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Die katastrophalen Brände in Australien waren das erste Kapitel des wärmsten Jahres seit Beginn der Aufzeichnungen. 2020 toppte 2016 als bislang weltweit wärmstes Jahr.

Die Durchschnittstemperatur lag um ein Grad höher als im Zeitraum zwischen 1951-1980. Eine Messung, die nicht nur, aber auch der US-Raumfahrtbehörde NASA als Referenz dient.

Für Wissenschaftler war das keine Überraschung. Gavin Schmidt ist Direktor des "Goddard Institute for Space Studies" der NASA: "Wir haben die Hitzewellen gesehen, wir haben die Brände gesehen, wir haben die Arktis gesehen. Ich meine, diese Zusammenfassungen am Ende des Jahres sind wirklich nur ein Kompressor all der Dinge, die wir bereits gesehen haben. Wir wussten, dass es heiß werden würde, wir erwarteten, dass es heiß sein würde, wir erwarteten, dass es noch heißer werden würde. Und das ist genau das, was passiert ist."

CO2-Ausstoß bald im grünen Bereich?

Wissenschaftler schlagen schon seit Jahren Alarm. Die sechs wärmsten Jahre, die aufgezeichnet wurden, waren jene zwischen 2015 und 2020. Und die zehn wärmsten liegen alle zwischen 2005 und 2020. Immerhin ist der weltweite Ausstoß von Kohlendioxid im vergangenen Jahr coronabedingt rekordmäßig zurückgegangen.

Russ Vose ist der Leiter der Abteilung Analyse und Synthese der "Nationalen Ozean- und Atmosphärenbehörde der USA (NOAA): "Wenn man sich, sagen wir, die letzten sechs oder sieben Jahre anschaut, heben sie sich wirklich von dem vorherigen Teil der Aufzeichnungen ab. Und meiner Meinung nach deuten sie wirklich auf eine Beschleunigung des Anstiegs der globalen Durchschnittstemperatur hin."

Die NOAA hat für die USA die schlimmsten Klimaphänomene 2020 grafisch dargestellt.

Fünf Jahre nach dem Pariser Abkommen ist die internationale Staatengemeinschaft weit davon entfernt, die Ziele zum Stopp des Klimawandels zu erreichen. Seit dem Beginn der Pandemie ist das Klima auf der globalen Agenda zurückgestuft worden.

Und im laufenden Jahr gab und gibt es bereits nie dagewesene Phänomene wie extreme Schneefälle und Minustemperaturen in Spanien. Wissenschaftler bringen auch diese Kältewelle mit dem Klimawandel in Verbindung.

Es scheint also nicht ausgeschlossen, dass dieses Jahr den Temperaturrekord von 2020 brechen könnte.

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