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Heißer November: Klimawandel macht keine Pause

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Von su mit dpa
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Heißer November: Klimawandel macht keine Pause
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Der Erde wird's immer heißer: Dieser November war rund um den Globus so warm wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen des europäischen Copernicus-Klimawandeldienstes (Copernicus Climate Change Service (C3S, London)) vor gut 40 Jahren (1979) - so die Klima-Beobachter in London. Für Europa war der aktuelle November zwar nur der zweitwärmste, doch im Herbst insgesamt knackte der Kontinent einen neuen Temperaturrekord, so die Wissenschaftler.

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Die Erde insgesamt lag demnach im Monat November 0,8 ° C über dem historischen Durchschnitt des Referenzzeitraums 1981 bis 2010 und 0,1 ° C über den bisher wärmsten Novembern der Jahre 2016 und 2019.

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Dabei war es in Europa besonders warm, mit einem Rekordwert für die drei Herbstmonate September, Oktober und November insgesamt. Die Herbst-Temperaturen lagen 1,9 ° C über dem Referenzzeitraum und es war 0,4 Grad wärmer als im zuvor wärmsten Herbst 2006.

"WÄRMSTES KALENDERJAHR"

Diese Zahlen bringen den Planeten gefährlich nahe ans Limit des Pariser Übereinkommens, das darauf abzielt, die globale Erwärmung deutlich unter + 2 ° C zu halten – im Vergleich zu vorindustriellen Zeiten. Seit den späten 1970er Jahren erwärmt sich der Planet jedoch im Schnitt um 0,2 ° C pro Jahrzehnt. Die Erderwärmung hat bereits etwa 1,2 ° C erreicht – und 2020 taugt nicht als Wendepunkt nach unten.

Im Gegenteil: Es sei «nahezu sicher, dass 2020 das wärmste Kalenderjahr Europas werden wird», so die Copernicus-Wissenschaftler.

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Besonders sorgen sie sich um die Arktis und das nördliche Sibirien. Dort blieben die Temperaturen weiter konstant hoch, was die Meereisdecke auf ihr zweitniedrigstes Niveau senke, sagte Copernicus-Klimaexperte Carlo Buontempo. «Dieser Trend ist sehr besorgniserregend und zeigt, wie wichtig es ist, gerade Regionen wie die Arktis genau zu beobachten. Sie erwärmt sich nämlich schneller als der Rest der Welt.»

su mit dpa