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London: Britische Fischer protestieren gegen Probleme, die ihnen durch den Brexit entstanden sind

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Polizei überprüft protestierenden Fischer in London.
Polizei überprüft protestierenden Fischer in London.   -   Copyright  Alastair Grant/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved.
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Britische Fischer gehörten zu den glühendsten Befürworten des Brexit, doch die bisherige Umsetzung des EU-Ausstiegs stößt zumindest bei einigen von ihnen auf Kritik. Im Londoner Regierungsviertel haben jetzt rund ein Dutzend Fischer auf die Probleme aufmerksam gemacht, die ihnen durch den Brexit beim Export ihrer Ware nach Europa enstanden sind.

Allan Miller ist Fischer aus Schottland. Er sagte: "Es gibt immer mehr Kontrollen für unsere Meeresfrüchte. Wir müssen einen Tag früher laden als üblich. Wir müssen bergeweise Papierkram im Lastwagen haben, von Zollerklärungen bis zu Gesundheitszertifikaten. Das ist nicht möglich, die Kosten sind astronomisch."

An sich hatten sich viele Fischer vom Brexit mehr Kontrolle und weniger Konkurrenz in britischen Gewässer erhofft. Allerdings brachte der Ausstieg auch neue Kosten, Kontrollen und Restriktionen mit sich. Ein Problem, da die britische Fischerei eine Export-Industrie ist. Dauerte die Reise auf den Kontinent früher nun einen Tag, sind es inzwischen oft vier. Etliche Fischereibetriebe beklagen große Verluste.

Der britische Premier Boris Johnson hatte die Schwierigkeiten als "Kinderkrankheiten" bezeichnet und versprach Entschädigungen. Auch die aktuelle Corona-Pandemie sei für die derzeitigen Probleme verantwortlich, so Johnson. Tatsächlich könnte die Pandemie den Fischern noch aus einem anderen Grund Ärger bereiten: die Polizei prüft, ob die Teilnehmer der Kundgebung gegen Corona-Auflagen verstoßen haben.