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B117 vom Skifahrn in der Schweiz nach Belgien eingeschleppt: 5.000 in Quarantäne

Vor einer Bäckerei in Antwerpen in Belgien
Vor einer Bäckerei in Antwerpen in Belgien   -   Copyright  Virginia Mayo/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
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Nachdem etwa 5.000 Menschen in der Nähe von Antwerpen in Quarantäne geschickt wurden, spricht der Bürgermeister von Edegem laut GAZET VAN ANTWERPEN von "ermutigenden Ergebnissen", die auf das entschlossene Handeln zurückzuführen seien. Bis zum Dienstagabend wurden bei den Massentests nur drei positive Fälle entdeckt.

Zuvor war in der Lokalpresse von "unverantwortlichem Handeln" die Rede gewesen, denn eine Frau hatte sich in der Schweiz beim Skifahren Ende Dezember mit B117, der britischen Variante des Coronavirus, infiziert. Aber entgegen der belgischen Corona-Regeln hatte sie ihre zu Hause gebliebene Tochter direkt beim Vater abgeholt, angesteckt und am 4. Januar in die Schule gehen lassen. Laut Watson.ch steckte die Tochter in der Schule eine Mitschülerin und diese ihre Mutter an.

In welchem Skiort in der Schweiz die Mutter ihre Ferien verbracht hatte, wurde nicht gemeldet. Offenbar war aber ein erster Coronavirus-Test negativ - und erst der zweite positiv.

Koen Metsu, der Bürgermeister von Egedem, erklärte laut La Libre zunächst, dass all diese Misere nicht passiert wäre, wenn sich alle an die Corona-Regeln gehalten hätten. Der Bürgermeister wollte dann aber - wie RTBFberichtet - , auch nicht mit dem Finger auf diese Frau zeigen, die sich ohnehin schon schuldig fühle. Sie sei zwar verantwortlich dafür, dass Tausende in Quarantäne sein müssten, aber es gebe sicher auch Fehler im System.

Auch in Kontich - ebenfalls in der Nähe von Antwerpen - wurde eine Schule geschlossen.

Experten wie Dirk Devroey von der Freien Universität Lüttich und Pierre Van Damme von der Universtät Antwerpen fordern angesichts der Coronavirus-Varianten verstärkte Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Insgesamt sind in Belgien 20.472 (Stand 19. Januar 2021) an oder mit Covid-19 gestorben.

"Seit Ende November befinden wir uns in einem Plateau zwischen 2.000 und 3.000 Neuinfektionen pro Tag. Es ist besser als in unseren Nachbarländern, aber es ist ein fragiles Gleichgewicht", sagte der im Auftrag der belgischen Regierung verantwortliche Virologe Yves Van Laethem an diesem Mittwoch. Er bezeichnete diese Zahlen wegen der Auswirkungen auf das Gesundheitssystem als "zu hoch".

Die Abstandsregeln funktionierten auch bei den neuen Coronavirus-Varianten, erklärte Van Laethem. Auch wenn diese etwa 40 Prozent ansteckender seien, lösten sie keinen gefährlicheren Krankheitsverlauf aus.

Weitere Quellen • La Libre, Watson.ch