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Italien lässt 373 Bootsmigranten nach Sizilien

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Italien lässt 373 Bootsmigranten nach Sizilien
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Das Rettungsschiff "Ocean Viking" durfte am Montag 373 Migranten in den Hafen Augusta auf Sizilien bringen. Italien hatte die Erlaubnis erteilt. Die Crew hatte sich mit der Bitte um Aufnahme an Malta und Italien gewandt.

Eine hochschwangere Frau war schon vorher von den italienischen Behörden auf die Insel Lampedusa geflogen worden.

Die Gesundheitsbehörden gingen an Bord des Schiffes, um bei allen Passagieren Covid-Tests durchzuführen. Die Menschen werden nun für die Zeit der Quarantäne auf ein anderes Schiff gebracht.

Die Menschen waren innerhalb von 48 Stunden von 4 Schlauchbooten vor Libyens Küste gerettet worden. Die Geretteten seien mehrheitlich aus Guinea, Mali, Kamerun, der Elfenbeinküste, dem Sudan und Sierra Leone. Unter ihnen seien 131 unbegleitete Minderjährige, berichtete die Hilfsorganisation SOS Mediterranee.

Die Koordinatorin auf der "Ocean Viking", Luisa Albera, hatte am Samstag die Situation an Bord als angespannt bezeichnet: "Gestern war ein sehr schwieriger Tag. Bei schlechtem Wetter und rauer See werden viele Menschen seekrank, vor allem Kinder."

Die "Ocean Viking" war nach monatelanger Pause am 11. Januar ins zentrale Mittelmeer ausgelaufen. In Libyen herrscht seit fast zehn Jahren Bürgerkrieg. Das Land ist zu einem der größten Transitgebiete für Migranten auf dem Weg nach Europa geworden.

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