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Kolumbien: Verteidigungsminister stirbt nach Corona-Infektion

Kolumbiens Verteidigungsminister Carlos Holmes Trujillo während einer militärischen Zeremonie in Bogota, Kolumbien, 16.11.2019
Kolumbiens Verteidigungsminister Carlos Holmes Trujillo während einer militärischen Zeremonie in Bogota, Kolumbien, 16.11.2019   -   Copyright  Fernando Vergara/Copyright 2019 The Associated Press. All rights reserved.
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Kolumbiens Verteidigungsminister Carlos Holmes Trujillo ist an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das gab kolumbianische Präsident Iván Duque bekannt. Holmes Trujillo war seit dem 11. Januar im Krankenhaus. Als sich sein Gesundheitszustand verschlechterte, wurde er auf die Intensivstation des Zentralen Militärkrankenhauses in Bogotá verlegt. In einer im Fernsehen übertragenen Rede zollte ihm Duque einen emotionalen Tribut.

Er könne seinem Schmerz über den Verlust Holmes Trujillos nicht ausdrücken, er sei sein Freund, Gefährte im Kampf, Mitarbeiter und Minister in zwei Ressorts gewesen. "Ich hatte die Ehre, Prinzipien und Ideale zu teilen", so Duque und fuhr fort: "Dieser traurige Abschied lädt uns ein, über den Moment nachzudenken, in dem wir leben. Diese Pandemie hat weltweit mehr als zwei Millionen Menschen und mehr als 50.000 Landsleute das Leben gekostet. Ihre Wunden sind nicht verschwunden und ihre Bedrohung ist überall auf der Welt lebendig", so Duque.

Seit Holmes Trujillos Einlieferung ins Krankenhaus wurde er durch den Kommandeur der Streitkräfte, General Luis Fernando Navarro, ersetzt. Nun muss Präsident Duque seinen Nachfolger ernennen.

Holmes Trujillo wurde im November 2019 Verteidigungsminister, zuvor hatte er das Amt des Außenministers ausgeübt. Zwischen 1988 und 1990 war er Bürgermeister der Stadt Cali.

Wegen des Kampfs gegen die linke Guerilla und die mächtigen Verbrechersyndikate gilt das Verteidigungsministerium als eines der wichtigsten Ressorts der kolumbianischen Regierung. Dem Ministerium untersteht auch die Polizei; immer wieder kommt es zu Exzessen. So entschuldigte sich Holmes Trujillo im Herbst sowohl für den gewaltsamen Tod eines Jurastudenten nach einem Polizeieinsatz als auch für die Polizeigewalt nach den Protesten im November 2019.