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Kreuzfahrten: Stille in den Städten, Ruhe für die Anwohner

Von euronews
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Hafenanwohner in Marseille
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Still ruht der Hafen von Marseille. Wo es sich sonst auch dank der Kreuzfahrtschiffe gut zwei Millionen Touristen im Jahr gut gehen lassen - nichts mehr. Für die Anwohner am Hafen ein seltener Genuss. Ihre Stadt gehört wieder ihnen.

"Die laute Musik, die Lautsprecherdurchsagen in drei verschiedenen Sprachen, die sonst überall zu hören sind .. wir könnten uns gar nicht so unterhalten. Der Lärm ist weg, ich finde das gut…" sagt ein Anwohner.

Sébastien Barles ist Stadtverordneter für Ökologie. Die Menschenmassen, der Lärm sind für ihn nur ein Aspekt. Dazu kommt, das die Kreuzfahrtriesen echte Dreckschleudern sind. Die Luftqualität in Marseille hat sich spürbar verbessert.

Der Schiffsverkehr, die Kreuzfahrtschiffe, die Fähren machen 40% der Luftverschmutzung in Marseille aus, genauso viel wie der Straßenverkehr. Die Luftqualität hat einen erheblichen Einfluss auf die Lebensqualität, und die Coronakrise hat zu einer deutlichen Reduzierung der Luftverschmutzung in Marseille geführt.
Sébastien Barles
Stadtverordneter für Ökologie, Marseille

Weniger Touristen sind aber auch ein Problem, ein wirtschaftliches. Die Geschäftsleute in der Stadt spüren den Rückgang schmerzhaft, es fehlen die Busse mit den Kreuzfahrtpassagier:innen, die am Hafen halten. In dem einen Coronajahr haben die Geschäfte 90 % des Umsatzes verloren haben.