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Erdogan wirft USA vor, PKK zu unterstützen

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Recep Tayyip Erdogan
Recep Tayyip Erdogan   -   Copyright  TRT/EBU (Videostandbild)
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Nach dem Fund von 13 Leichen türkischer Staatsangehöriger im Nordirak hat Präsident Recep Tayyip Erdogan der US-Regierung fehlende Unterstützung vorgeworfen. Die türkische Regierung geht davon aus, dass die Toten auf das Konto der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK gehen. Laut PKK kamen die 13 Personen, die im Irak als Geiseln festgehalten wurden, bei türkischen Angriffen ums Leben.

„Sie sind bei ihnen und stehen hinter ihnen. Schlicht und ergreifend“

„Haben Sie, die USA, nicht gesagt, dass Sie sich nicht auf die Seite von Terroristen stehen? Sagten Sie nicht, dass Sie die PKK, die YPG und die PYD nicht unterstützen? Sie sind bei ihnen und stehen hinter ihnen. Schlicht und ergreifend“, so Erdogan.

Die PKK wird von den Vereinigten Staaten wie auch von der Europäischen Union als terroristische Vereinigung eingestuft. In einer Stellungnahme des US-Außenministeriums hieß es, man stehe an der Seite des NATO-Verbündeten Türkei. Erdogan sieht es anders.

„Wenn wir gemeinsam NATO-Mitglieder sind und unsere Zusammenarbeit in der NATO weiterführen wollen, müssen Sie uns gegenüber aufrichtig sein. Sie dürfen nicht auf der Seite der Terroristen, sondern müssen auf unserer Seite stehen“, sagte der türkische Präsident.

Noch kein Gespräch zwischen Erdogan und Biden

Zu einem Telefongespräch zwischen Erdogan und US-Präsident Joe Biden ist es seit dessen Amtsantritt noch nicht gekommen.

Zu Wochenbeginn wurden in der Türkei 718 Menschen festgenommen, denen vorgeworfen wird, mit der PKK verbunden zu sein. Darunter sind auch Mitglieder der Partei HDP.