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Corona: Ärger über deutsche Grenzkontrollen und Karneval in Dunkerque

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Innenminister Horst Seehofer an der Grenze zu Tschechien
Innenminister Horst Seehofer an der Grenze zu Tschechien   -   Copyright  Sebastian Kahnert/(c) dpa-Zentralbild
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Wegen der strengen deutschen Grenzkontrollen zur Eindämmung der Coronavirus-Varianten hagelt es Kritik aus Brüssel. Vor allem wird Deutschland vorgeworfen, dass es Frankreich und Tschechien nicht gleich behandelt. Für Zehntausende, die aus dem Elsaß zum Arbeiten kommen, bleibt die Grenze offen, während Grenzgängerinnen und Grenzgänger aus Tschechien getestet und streng kontrolliert werden.

Berlin hat jetzt zehn Tage Zeit, um auf die Vorwürfe der EU zu reagieren.

Im Département Moselle liegt die 7-Tage-Inzidenz bei etwa 315, im Großraum Metz gar bei etwa 400. Doch zeigte die 14-Tae-Inzidenz laut ECDC zuletzt mehr als 968 Fälle pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner an.

Zu viel Karneval in Dünkirchen?

In Frankreich steigt die Zahl der Covid-19-Patientinnen und Patienten auf Intensivpatienten weiter an. Heute berät der Gesundheitsminister im Coronoa-Hotspot Dunkerque oder Dünkirchen über weitere Maßnahmen. Offenbar gab es dort viele private Karnevalsfeiern. Die 7-Tage-Inzidenz kletterte auf etwa 900.

Schulen in Irland machen wieder auf, Geschäfte bleiben zu

In Irland sollen einige Schulen in der kommenden Woche wieder öffnen, die Regierung hält Erziehung für prioritär. Andere Regeln des Lockdown bleiben bis April in Kraft, Geschäfte, Restaurants und vieles mehr bleiben geschlossen, denn nach den Lockerungen zu Weihnachten war die Zahl der Neuinfektionen explodiert.

In Irland liegt die 14-Tage-Inzidenz mit 240 im europäischen Mittelfeld.

Nächtliche Ausgangssperre in den Niederlanden um 3 Wochen verlängert

Auch in den Niederlanden dürfen viele Kinder wieder in die Schule, doch die umstrittene nächtliche Ausgangssperre bleibt. Alle unter 28 Jahren dürfen wieder Mannschaftssport betreiben, wie der zurückgetretene Regierungschef Mark Rutte vor den Wahlen im März angekündigt hat.

Friseure dürfen bald wieder öffnen - trotz einer zuletzt steigenden Zahl von Neuinfektionen.

Die Meinungen der Menschen sind auch in Amsterdam gespalten.

Eine Frau meint: "Was sein muss, muss sein. Es gibt ja einen Grund."

Ein Mann hat selbst widersprüchliche Ansichten: "Ein paar Läden sollten wieder öffnen dürfen, aber nicht alle auf einmal. Ich bin in einem Alter, in dem ich vorsichtig sein muss. Es darf nicht zu schnell gehen."

Eine junge Frau dagegen findet: "Ich habe eigentlich schon genug Es dauert schon so lange."

Corona-Müdigkeit macht sich vielerorts in Europa breit.

Journalist • Kirsten Ripper