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Aufklärung auf Augenhöhe im Corona-Hotspot Neukölln

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Von Euronews mit AP
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Aliye Tuerkyilmaz vom Interkulturellesn Aufklärungsteam (IKAT)
Aliye Tuerkyilmaz vom Interkulturellesn Aufklärungsteam (IKAT)   -   Copyright  Markus Schreiber/AP PHOTO
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Dreimal die Woche ist Aliye Tuerkyilmaz in Berlin-Neukölln unterwegs, um über die Corona-Pandemie zu informieren, mehrsprachig und auf Augenhöhe. Die 48-Jährige ist Mitglied eines fünfköpfigen interkulturellen Aufklärungsteams mit besonderer Mission.

Der Bezirk zählt zu einem der Corona-Hotspots Berlins. Viele Menschen hier sind mit der Situation überfordert. Genau da kommen die interkulturellen Vermittler zum Einsatz, erreichbar per Telefon, WhatsApp oder direkt auf der Straße.

Markus Schreiber
Aliye Tuerkyilmaz im GesprächMarkus Schreiber

"Momentan haben besonders die älteren MigrantInnen Probleme mit den Impfterminen", erklärt Aliye Tuerkyilmaz. "Die haben schon eine Einladung bekommen, aber können keinen Termin machen, weil sie nicht gut Deutsch können."

Laut einer vom Berliner Senat veröffentlichten Studie sind knappes Einkommen, dichtere Bebauung und eine hohe Einwandererquote wesentliche Faktoren dafür, dass ein Viertel zum Corona-Hotspot wird.

Dass die Kommunikation nicht funktioniert, hat nicht nur mit Sprachbarrieren zu tun, sondern auch der Funktionsweise deutscher Behörden. Deswegen sei man kreativ geworden, sagt Bezirksbürgermeister von Neukölln Martin Hikel.

Markus Schreiber/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
Hygieneregeln auf dem BürgersteigMarkus Schreiber/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved

"Das ist ganz klar deutlich geworden: Persönliche Ansprache ist wichtig. Und das war einer der Gründe, warum wir dann auch mit zusätzlichen Mitteln das IKAT Team mit gegründet haben und dies jetzt im Straßenraum unterwegs sind und persönliche Gespräche führen und dann Multiplikatoren auch selber sind, in die Communitys hinein."

Das Interkulturelle Aufklärungsteam (IKAT) hilft beim Verstehen und berät auch bei medizinischen Fragen. Oft ist ein Amtsarzt mit dabei, der im Zweifelsfall einen Schnelltest anbietet.