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Faszination Vulkan: Schaulustige stehen Schlange für den Lavastrom

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Begehrtes Foto vom Vulkanausbruch
Begehrtes Foto vom Vulkanausbruch   -   Copyright  AP Photo
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"Diese glühende Lava ist zum Greifen nah, das ist verrückt. So etwas habe ich noch nie gesehen", schwärmt der italienische Fotograf Vincenzo Mazza, der schon viele heiße Berge wie den Ätna oder den Stromboli abgelichtet hat.

Aber der jüngste Vulkanausbruch auf Island stellt alles in den Schatten - und zieht die Menschen wie magisch an. Seit vergangenem Freitag spritzt und sprudelt Lava aus einem kraterähnlichen Gebilde in der Nähe des Berges Fagradalsfjall.

Hunderte Schaulustige machen sich auf den Weg zum Vulkan. Manche kommen von weit her. Auf den Straßen staut sich der Verkehr. Menschengruppen wandern kilometerweit durch das karge Gestein.

Der Zugang ist nicht eingeschränkt, Rettungsteams sind aber vor Ort, um sicherzustellen, dass die Menschen Abstand halten und die Gefahr, die die Lava darstellt, nicht unterschätzen.

Pfanne auf der Lava verbrannt

"Wir bitten die Leute, sich nicht in die Nähe der Lava zu begeben, weil sie heiß und gefährlich ist", erklärt ein Mitglied des Sicherheits- und Rettungsteams. "Vor zwei Tagen hat ein Mann versucht, Eier und Speck darauf zu braten, und die Lava hat die Pfanne zerstört. Also halten Sie sich davon fern."

Die an die Erdoberfläche tretende Lava stammt von einem unterirdischen vulkanischen System (namens Krýsuvík). Ein Ende des Spektakels ist noch nicht in Sicht.

"Beginn von etwas Größerem"

Wie National Geographic berichtet, könnte die eher moderate Eruption der "Beginn von etwas Größerem" sein. Belege aus historischen Berichten und uralten Lavaströmen zeigten, dass immer dann, wenn diese Region einen größeren Anstieg der seismischen Aktivität erlebt habe, für etwa 100 Jahre intermittierende Eruptionen folgten.

Der Ausbruch hatte sich durch Tausenden Erdbeben in den Tagen zuvor angekündigt. Eine Gefahr für Menschen, Ortschaften oder die nicht weit entfernte Hauptstadt Reykjavik besteht nach Angaben der Behörden nicht.