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Die Grünen wollen mit Annalena Baerbock ins Kanzleramt

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Von Euronews
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Annalena Baerbock
Annalena Baerbock   -   Copyright  ASSOCIATED PRESS
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Die Entscheidung ist gefallen: Annalena Baerbock ist die Kanzlerkandidatin der Grünen für die Bundestagswahl im September.

Die Partei hatte die Entscheidung über die Kandidatur ihren beiden Parteivorsitzenden Robert Habeck und Annalena Baerbock überlassen, die sich - im Gegensatz zur CDU/CSU - geräuschlos untereinander verständigt haben.

Die 40-jährige Baerbock hatte bei den Umfragen zuletzt stark aufgeholt, in den sozialen Netzwerken trendete in den letzten Tagen bereits der Hashtag #kanzerlinannalenabaerbock.

Sehen Sie hier das Live-Video in dem die beiden Partei-Vorsitzenden ihre Entscheidung bekannt geben:

"Klimaschutz muss das Fundament für künftigen Wohlstand schaffen"

In ihrer ersten Rede als Kanzlerkandidatin sprach Baerbock davon, eine "Politik für die Breite der Gesellschaft" machen zu wollen. Ihre Kandidatur sei "ein Angebot, eine Einladung, unser vielfältiges, reiches, starkes Land in eine gute Zukunft zu führen".

Klimaschutz müsse das Fundament schaffen für künftigen Wohlstand, Freiheit und Sicherheit. Sie sei zutiefst davon überzeugt, dass das Land einen Neuanfang braucht. so Baerbock.

Vor der Wahl zur Parteivorsitzenden 2018 war Baerbock im Gegensatz zu Mitbewerber Habeck nur wenig bekannt. Baerbock stammt aus Hannover, studierte Völkerrecht und ist Mutter von zwei Kindern.

"Wir wollten es beide, am Ende kann es aber nur eine machen"

Bei der Verkündung der Entscheidung in Berlin hatte Robert Habeck zuerst gesprochen. Gemeinsam habe man die Partei programmatisch weiterentwickelt. Man hatte gemeinsam einen neuen, integrierenden Führungsstil entwickelt, so Habeck.

Und dieser Stil sei es gewesen, der zu dem derzeitigen Erfolg der Grünen geführt habe. Der Erfolg führe dazu, dass einer zurücktreten müsse. Wir wollten es beide, am Ende kann es aber nur eine machen, sagte Habeck und gab damit bekannt, dass Entscheidung auf seine Co-Vorsitzende Baerbock gefallen ist.

Die Grünen haben sich erstmals in ihrer Geschichte angesichts der seit 2018 hohen Umfragewerte erstmals für eine Kanzlerkandidatur entschieden. Derzeit sind sie mit mehr als 20 Prozent zweitstärkste Kraft hinter der CDU/CSU und vor der SPD.