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Kommunalwahl in Madrid: Venezolaner engagieren sich

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Kommunalwahl in Madrid: Venezolaner engagieren sich
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Gustavo Eustache setzt sich bei den Kommunalwahlen in Madrid am 4. Mai für die spanische Rechte ein. Er kommt aus Venezuela und ist einer von 120.000 Venezolanern in Madrid, von denen sich viele aktiv für die spanische Politik interessieren.Warum engagieren sich so viele Venezolaner in der Kommunalpolitik ihrer neuen Heimat, Spanien.

Gustavo meint: "Wir wissen, was es heißt, zu kämpfen. Für unsere Freihiet, unseren Wohlstand, unsere Zukunft, weil wir in unserem eigenen Land all das verloren haben."

Der junge Mann macht Werbung für die PP, Partido Popular, auf den Straßen von Madrid.

Poliitikwissenschaftler Joan Carles Pamies erklärt: "Dreiviertel der Venezolaner hier geht wählen. Und etwa 70 Prozent von ihnen wählen konservativ."

Die konservativen Parteien, Partido Popular, Ciudadanos und Vox, wissen das. Sie nehmen die venezolanischen Wählerschaft sehr ernst.

Enrique Lahuerta, Vizepräsident des venezolanischen Business Club España, erklärt: "Sie setzen auf die Zukunft. Heute machen die Stimmen der Venezolaner vielleicht nur ein Prozent aus, aber bald sind es 2, 3 oder 4 Prozent. Die venezolanische Gemeinschaft in Madrid wächst und wächst. Sie ist bereits zu einer wichtigen Kraft geworden. Venezolaner halten sich nicht zurück, sie gehen demonstrieren und bringen ihre Ideen zum Ausdruck."

Journalistin Anamaría González Oxford sagt: "Die Venezolaner machen eine kritische Masse aus. Dadurch haben sie Macht und können die Wahl beeinflussen. Aus einer Stimme können schnell zehn werden."

Obwohl sich die Linke in dieser Kampagne nicht speziell an die venezolanische Gemeinschaft gewandt hat, sagen Experten, dass sie in Zukunft auch venezolanische Stimmen abschöpfen können:

Anamaría González Oxford: "Wir brauchen jemanden, der sich hinsetzt und erklärt, was die Unterschiede in Europa zwischen rechten und linken Parteien sind. Denn es ist nicht dasselbe wie in Venezuela."

Die Venezolaner sind bereits eine beachtliche Kraft in der spanischen Politik, und wenn sich die demografische Entwicklung fortsetzt, könnten sie die größte lateinamerikanische Kraft werden und bald schon bis zu vier Sitze im Stadtparlament von Madrid bestimmen, vier von 136 Sitzen, allein dadurch, dass sie so zahlreich sind. Und durch ihren politischen Aktivismus vergrößern sie ihren Einfluss noch.