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Erste Urlauber auf Ferieninsel Sylt - 7-Tage-Inzidenz in Deutschland unter 150

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Von Euronews mit dpa, NDR
Westerland auf Sylt im April 2021
Westerland auf Sylt im April 2021   -   Copyright  Axel Heimken/(c) Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
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An diesem 1. Mai 2021 sind nach etwa einem halben Jahr Unterbrechung die ersten Touristinnen und Touristen mit Autozügen der Deutschen Bahn im Regen auf der Ferieninsel Sylt angekommen. Im Rahmen des Modellprojekt Nordfriesland sind etwa 20 Autos auf die größte deutsche Nordseeinsel gebracht worden. Auch von der dänischen Nachbarinse Römö aus kamen erste Urlauberinnen und Urlauber nach Sylt - wie der NDR meldet. Unter strengen Auflagen und mit Tests sind neben Sylt auch auf Amrum, Föhr und Pellworm einige Hotels, Ferienwohnungen und Gaststätten wieder geöffnet.

Allerdings sollte es in der Region das ganze Wochenende über regnen - mit Höchsttemperaturen um die 10 Grad.

Ministerpräsident Daniel Günther verwies auf die niedrigen Infektionszahlen in seinem Bundesland.

An diesem Samstag geht das Robert Koch-Institut von einer 7-Tage-Inzidenz von 61,5 in Schleswig-Holstein aus - deutschlandweit liegt diese knapp unter 150. Günther möchte, dass geimpfte Eltern und ältere Kinder mit Testnachweis zum Familienurlaub an die Nordsee kommen dürfen. Er meint: "Die Gesellschaft für Aerosolforschung hat gerade noch einmal eindeutig gesagt: Im Außenbereich sind Infektionen nahezu ausgeschlossen. Und am Strand ist man ja nun in der Regel an der frischen Luft."

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther spricht sich seit langem für rasche Öffnungen aus. Im Interview mit dem Berliner Tagesspiegel sagte der CDU-Landesschef: "Wir haben jetzt erst einmal die Schlei-Region und Eckernförde für touristische Projekte geöffnet mit hunderten Ferienwohnungen, Hotels und Campingplätzen."

Das Robert Koch-Institut meldet am 1. Mai für ganz Deutschland 18.935 bestätigte Neuinfektionen mit SARS-Cov-2 und 235 neue Todesfälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt laut RKI bei 148,5..

Geimpfte in NRW haben ab Montag Rechte wie negativ Getestete

In Nordrhein-Westfalen - wo die 7-Tage-Inzidenz 159,6 beträgt, sollen am Montag Erleichterungen für Geimpfte gelten. Zudem entfallen die Quarantäne-Regeln bei der Einreise nach NRW für Geimpfte und von Covid-19 Genese bei der Einreise. Auch das Saarland hat ähnliche Erleichterungen beschlossen.

Ministerpräsident Armin Laschet erklärte: "Es ist ein erster Schritt, Geimpfte und Genesene mit negativ Getesteten gleichzustellen. Mit dem großen Fortschritt der Impfkampagne stellte sich immer drängender die Frage, wie wir mit vollständig geimpften Personen umgehen. Gleiches gilt für die gestiegene Zahl von Menschen, die eine Erkrankung hinter sich gebracht haben. Die Beschränkungen galten und gelten der Gefahrenabwehr. Von geimpften und genesenen Menschen geht keine größere Gefahr aus als von negativ getesteten Personen. Deshalb nehmen wir für diese Personengruppe Grundrechtseingriffe insoweit wieder zurück. Doch es bleibt dabei: Die Entscheidung, ob bei Geimpften und Genesenen auch solche Grundrechtseinschränkungen bereits aufgehoben werden können, die bei negativ Getesteten vorläufig noch notwendig sind, erfolgt im Geleit mit dem Bund und den anderen Ländern. Hier brauchen wir einheitliche Regelungen auf der Grundlage der verabredeten Vorlage des Bundes."

Das Bundesland mit der höchsten 7-Tage-Inzidenz ist Thüringen mit 220, gefolgt von Sachsen mit 204 und Baden-Württemberg mit 184.

Weitere Quellen • Tagesspiegel