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Ohne Mund-Nasen-Schutz? Orthodoxes Osterfest vielerorts in der Kritik

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Ohne Mund-Nasen-Schutz? Orthodoxes Osterfest vielerorts in der Kritik
Copyright  Joe Bryksa/AP
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Istanbul, Athen, Jerusalem oder Moskau - Millionen orthodoxe Christen haben weltweit Ostern gefeiert, einen Monat später als die westlichen Kirchen. Anders als im Vorjahr durften die Gläubigen vielerorts wieder die Gottesdienste besuchen. In vielen Ländern wurden diese im Internet und im Fernsehen übertragen, um ein Ansteckungsrisiko gering zu halten.

Auch in der Kathedrale von Athen zelebrierte Erzbischof Hieronymos II. die Ostermesse - wie bereits im vergangenen Jahr ohne Mund-Nasen-Schutz. Seit Ausbruch der Pandemie wurde die Haltung der orthodoxen Kirche in Griechenland deshalb wiederholt kritisiert. Der griechisch-orthodoxe Erzbischof war selbst im November mit einer Corona-Infektion ins Krankenhaus eingeliefert worden.

In Moskau sagte das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Kirill, das Osterfest gebe Hoffnung, dass die Pandemie überwunden werden könne.

Viele Gläubige in der Erlöserkathedrale trugen eine Maske. Auch Kremlchef Wladimir Putin war anwesend, allerdings ohne Mund-Nasen-Schutz. Er hatte sich kürzlich gegen das Virus impfen lassen. Doch trotz Impfung könnte er, falls infiziert, andere Menschen anstecken.

Der Präsident dankte dem Kreml zufolge der Kirche, dass sie "drängende soziale Probleme" löse sowie Ideale und Familientraditionen in der Gesellschaft fördere. Kritiker werfen der orthodoxen Kirche eine zu große Nähe zum russischen Staat vor.

Weitere Quellen • Wiener Zeitung