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EU-Kommission empfiehlt: Leichter reisen für Geimpfte

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EU-Kommission empfiehlt: Leichter reisen für Geimpfte
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Die Europäische Kommission empfiehlt den Mitgliedstaaten, geimpfte Menschen aus Drittländern einreisen zu lassen. Der Vorschlag: Regierungen sollten die Beschränkungen für Länder in einer guten epidemiologischen Lage oder für Menschen mit einer in der EU zugelassenen Impfung lockern, etwa für Reisende aus den USA. Im Juni will die EU-Kommission einen digitalen Impfpass einführen.

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„Die Kommission schlägt vor, dass die Mitgliedstaaten die Beschränkungen für nicht wesentliche Reisen für geimpfte Personen, die in die EU reisen, aufheben. Das spiegele die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse wider, die zeigen, dass Impfungen erheblich dazu beitragen, die Übertragungskette zu unterbrechen.

Ein “Notbremse-Mechanismus” soll laut EU-Kommission helfen, den Varianten beizukommen.

"GRÜNES ZERTIFIKAT"

Die Botschafter der EU-Staaten hatten sich auf eine gemeinsame Linie für das sogenannte „Grüne Zertifikat“ geeinigt. Mit diesem kostenlosen, digitalen Nachweis, der auch auf Mobilgeräten vorgezeigt werden kann, soll das Reisen in der Europäischen Union leichter werden. Das geplante Zertifikat soll neben Informationen über eine etwaige Corona-Impfung auch aktuelle PCR- und Schnelltestergebnisse sowie Angaben über eine überstandene Corona-Erkrankung enthalten.

In den einzelnen EU-Staaten besteht bislang keine Einigkeit darüber, welche genauen Auswirkungen der Nachweis für die Bewegungsfreiheit der Bürger haben könnte. Die Staaten sollen zudem selbst entscheiden, ob sie auch Impfungen mit Präparaten anerkennen, die nur in bestimmten Ländern, aber nicht in der gesamten EU zugelassen sind – wie etwa die Impfstoffe aus Russland oder China.

Wahrscheinlich ist, dass viele Länder bei der Einreise von nachweislich Geimpften auf Test- oder Quarantänepflichten verzichten. Denkbar wäre auch, dass die Menschen ohne oder mit nur leichten Einschränkungen Orte wie Restaurants, Kinos oder Museen besuchen können.

Details müssen nun noch mit dem Europäischen Parlament abgestimmt werden. Anschließend dürften die Verhandlungen mit den EU-Staaten beginnen. Die Einführung des „Grünen Zertifikats“ ist für Ende Juni geplant. Die Regeln sollen zunächst für zwölf Monate gelten.

su mit AFP, AP