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Impfkampagnen für die "schwer Erreichbaren" - auch mit Serum aus China

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Von su  mit dpa
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Impfkampagnen für die "schwer Erreichbaren" - auch mit Serum aus China
Copyright  DANIEL MIHAILESCU/AFP or licensors

Als erste chinesische Firma hat Sinopharm eine Notfallzulassung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für ihren Corona-Impfstoff bekommen. Damit können UN-Organisationen das Mittel kaufen und verteilen. China hatte dem internationalen UN-Impfprogramm COVAX, auf das sich viele ärmere Länder verlassen, im Februar zehn Millionen Dosen zugesagt. Der Impfstoff wird bereits in Dutzenden von Ländern auf der ganzen Welt eingesetzt.

Eine WHO-Notfallzulassung (EUL – Emergency Use Listing) gibt es inzwischen für die Corona-Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Astrazeneca, Janssen/Johnson & Johnson und Moderna. Ein zweiter chinesischer Impfstoff, von Sinovac, wird von der WHO noch geprüft, wie auch andere Impfstoffe, darunter der russische Stoff Sputnik V und das Mittel des US-Konzerns Novavax.

Eine Notauflistung der WHO ebnet den Weg für Länder weltweit, schnell einen Impfstoff zuzulassen und zu importieren, besonders für Staaten ohne eigene Regulierungsbehörde nach internationalem Standard.

Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der WHO:

“Die WHO hat den COVID-19-Impfstoff aus Peking auf die Liste mit Notfallanwendungen gesetzt. Es ist der sechste Impfstoff, der das WHO-Prädikat für Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität erhält. Ein Impfstoff mehr, den COVAX einsetzen kann.”

SERBIEN

Der Sinopharm Covid-19-Impfstoff wird bereits in Serbien eingesetzt, wo sich mehrere mobile Covid-19-Impfeinheiten um schwer erreichbare und gefährdete Gemeinden kümmern – etwa im Dorf Vrelo in der Region Belgrad.

RUMÄNIEN

In der rumänischen Hauptstadt Bukarest wurde am Freitag ein dreitägiger “Impfmarathon” gestartet, um möglichst rasch möglichst viele der gut 19 Millionen gegen COVID-19 zu impfen.

Die Aktion wird rund um die Uhr von rund 1.200 Freiwilligen unterstützt, auch der Chef des Impfausschusses griff persönlich zur Spritze, Valeriu Gheorghita, ein Militärarzt.

Der “Marathon” in der Palasthalle der Hauptstadt und in der Nationalbibliothek wird versüßt durch Live-Musik eines bekannten Geigers. “Impfmarathons” gibt es landesweit, auch in anderen Städten.

FRANKREICH

In einem Pariser Vorort wurden innerhalb von drei Tagen mehr als 500 Menschen geimpft, nachdem die Gesundheitsbehörden von Seine-Saint-Denis in dem dicht bevölkerten Viertel am Fuße der Hochhäuser von Noisy-le-Sec Impfstellen eingerichtet hatten. Die Behörden wollen dort die Menschen erreichen, die nicht immer die Mittel oder die Motivation haben, einen Termin in den großen Impfzentren zu vereinbaren.

su mit dpa