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Wie in Brasilien trotz Amazonas-Hochwasser geimpft wird

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Von euronews
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Wie in Brasilien trotz Amazonas-Hochwasser geimpft wird
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Brasilien gehört zu den Ländern, die von der Corona-Pandemie weltweit am härtesten getroffen wurden. Im Amazonasgebiet erschweren jetzt starke Regenfälle und Überschwemmungen die Impfkampagne. In vielen Regionen gilt der Notstand.

In Anama sagt Krankenschwester Tayline Bastos: "Wir fahren mit dem Boot von Tür zu Tür mit Impfstoff gegen Grippe und COVID. Wir impfen Menschen zwischen 18 und 59 Jahren mit chronischen Erkrankungen."

Brasilien kämpft mit einer starken dritten Corona-Welle. Jeden Tag werden im Moment über 65.000 neue Fälle gemeldet. Auch der Süden des Landes ist zunehmend betroffen. In der Metropole Sao Paolo kann man sehr deutlich die wirtschaftlichen Folgen sehen. 230 Familien leben alleine in diesem Slum, wo zuvor ein Stück freies Land war.

"Viele wurde entlassen, genau wie ich. Ohne Job konnte ich meine Miete nicht zahlen und verlor meine Wohnung. Jetzt baue ich mir hier eine Hütte und lebe hier", sagt Giovani de Souza, der jetzt in der Favela Penha Brasil wohnt.

Im Dezember zählte die Stadtverwaltung 330.000 Obdachlose in Sao Paolo. Jetzt dürften es noch mehr sein. Jessica Costa, die ebenfalls in der Favela lebt, sagt: "Wir haben entschieden, hierher zu kommen, weil wir nur mit seinem Einkommen und zwei Kindern nicht ausgekommen sind. Die Zeiten sind hart. Früher habe ich auch gearbeitet. "

Die Arbeitslosigkeit in Brasilien ist seit Beginn der Pandemie stetig gestiegen. Sie lag zuletzt bei 14 Prozent. Aber auch ohne diese Zahlen kann man die ökonomischen Corona-Folgen mit bloßem Auge sehen.