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Protest gegen Polizeigewalt in Kolumbien: "Wir haben es satt!"

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Protest gegen Polizeigewalt in Kolumbien: "Wir haben es satt!"
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Erneut haben in der kolumbianischen Hauptstadt Bogota Zehntausende gegen die Regierung demonstriert. Seit fast drei Wochen hält die Protestwelle mit zum Teil brutalen Ausschreitungen an.

Mindestens 42 Menschen sind nach den jüngsten Angaben der nationalen Ombudsstelle während der Protesttage ums Leben gekommen, 168 Personen werden vermisst.

Zunächst richtete sich der Protest gegen eine Steuerreform - inzwischen generell gegen soziale Ungleichheit, Korruption und Polizeigewalt.

"Hier gibt es nur Studenten, die es leid sind"

Angesicht der Gewaltexzesse der Polizei und der Streitkräfte im Allgemeinen sei es unvermeidlich, auf die Straße zu gehen und sich zu äußern, sagt eine junge Demonstrantin. Und fügt hinzu: "Wir haben es satt!".

"Viele Leute hier werden als Guerillakämpfer oder paramilitärische Krieger bezeichnet", meint ein junger Mann. "So etwas gibt es hier nicht. Hier gibt es nur Studenten, jung Menschen, die es leid sind."

Auch in Madrid bekundeten Tausende, darunter viele Exil-Kolumbianer ihre Solidarität mit den regierungskritischen Protesten. UN und EU zeigten sich alarmiert über die Situation in Kolumbien.

Am Donnerstag war die Außenministerin Claudia Blum zurückgetreten. Zuvor hatte bereits Wirtschaftsminister Alberto Carrasquilla seinen Posten geräumt.