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Was folgt auf die Waffenruhe in Nahost? EU bietet sich an

Von Euronews mit dpa
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Ruinen im Gazastreifen. Der Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur dürfte einer Herkules-Aufgabe gleichkommen
Ruinen im Gazastreifen. Der Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur dürfte einer Herkules-Aufgabe gleichkommen   -   Copyright  MOHAMMED ABED/AFP or licensors
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Nach der Waffenruhe in Nahost hat die Europäische Union Israelis und Palästinensern Unterstützung für eine dauerhafte Friedenslösung angeboten.

Außenminister mehrerer EU-Mitgliedsstaaten, darunter der deutsche Chefdiplomat Heiko Maas, hatten kurz vor Inkrafttreten der Feuerpause Israel besucht.

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell warnte in Brüssel vor Kurzsichtigkeit: "Die Waffenruhe in Palästina ist sehr wichtig. Aber die Vereinbarung bedeutet nicht, dass wir das Problem ignorieren sollten. Sonst werden wir in zwei Jahren oder weniger eine Situation wie diese wieder erleben."

Die deutsche Regierung begrüßte die Waffenruhe. Nur eine Zwei-Staaten-Lösung könne die Ursache des Konfliks beheben, hieß es in Berlin.

Der politische Analyst Hugh Lovatt arbeitet für den "European Council on Foreign Relations": "Wir müssen anerkennen, dass die Grundlagen für einen sinnvollen Friedensprozess und für eine sinnvolle und dauerhafte Lösung nicht vorhanden sind. Also sollten die Richtung und der Fokus der europäischen Diplomatie sein, geeignete Grundlagen neu zu schaffen, die eine bessere Zukunft für Palästinenser und Israelis gleichermaßen ermöglichen können."

Gaza: Schwieriger Neuanfang

Die Menschen im Gazastreifen stehen sieben Jahre nach dem dritten Gazakrieg erneut vor einem Trümmerhaufen. Der Wiederaufbau dürfte sich aufgrund der desolaten Wirtschaftslage in dem Küstenstreifen schwierig gestalten. Das birgt wiederum neuen sozialen Sprengstoff.

Und die Gefahr eines Wiederaufflackerns des blutigen Konflikts ist nicht gebannt. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu sprach bereits von "neuen Spielregeln" gegenüber der radikal-islamischen Hamas. Auf jeden neuen Angriff aus Gaza werde man sofort und mit aller Härte reagieren.