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Unterricht auf Bretonisch - vom Schul- zum Auslaufmodell?

Von Euronews
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Unterricht auf Bretonisch - vom Schul- zum Auslaufmodell?
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Unterricht auf Bretonisch - das ist der Alltag in manchen Schulen in der französischen Bretagne. Französisch wird hier nicht unterrichtet. Alle Fächer werden in der Regionalsprache unterrichtet.

Schuldirektor Kevin Lepetit erklärt:

Wir sprechen 100 Prozent Bretonisch und Französisch nur in Notfällen.

Die Schule gehört zum Diwan Netzwerk - zu Privatschulen, die nur in Bretonisch unterrichten. Nach Informationen der Schule beherrschen die Grundschulkinder Französisch trotzdem wie andere Altersgenossen, wenn sie auf die weiterführende Schule kommen.

Doch dieses komplette Eintauchen in die bretonische Sprache könnte nun ein Ende haben. Im April 2021 hat zwar das französische Parlament das so genannte Molac-Gesetz verabschiedet, um Regionalsprachen zu schützen und fördern. Allerdings wurde es vom französischen Verfassungsrat teilweise gekippt. Dieser kritisiert, dass während der Schulzeit hauptsächlich eine andere Unterrichtssprache als Französisch gesprochen wird.

Lepetit kritisiert, "un__sere Schule wird vom Staat unterstützt. Noch versprechen sie uns, es gebe keine Änderungen. Aber eine andere Regierung könnte das Urteil des Verfassungsrats gegen uns verwenden, um uns die Unterstützung zu entziehen. Alle Lehrerinnen und Lehrer, die derzeit noch vom Kultusministerium bezahlt werden, müssten dann von unserem Verein bezahlt werden - ziemlich kompliziert."

Mit anderen Worten, viele Schulen würden schließen müssen. Ein harter Schlag für die Kinder, die in Regionalsprachen unterrichtet werden, meinen Befürworterinnen und Befürworter des Schulmodells. Wie es für die Schulen weitergeht, wird in den kommenden Wochen entschieden.