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Kachelmann warnt vor Tornados: "Wird viele Tote geben"

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Von Euronews
Das Das Dorf Luzice im Bezirk Hodonin, Südmähren, nach dem Durchzug eines Tornados, 25.06.2021
Das Das Dorf Luzice im Bezirk Hodonin, Südmähren, nach dem Durchzug eines Tornados, 25.06.2021   -   Copyright  Deml Ondrej/AP
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Ein heftiger Tornado über Europa - noch sind viele fasziniert und erstaunt von dem Wetterphänomen, das sieben Ortschaften in Südmähren, im Südosten der Tschechischen Republik, heimgesucht hat. Doch glaubt man Moderator Jörg Kachelmann, sollten sich die Mitteleuropäer besser daran gewöhnen.

Auf Twitter kommentierte Kachelmann gewohnt trocken: "Wird bei uns auch kommen, eines Tages." und "Wird viele Tote geben."

Schon 2018 hatte der in einem Blogbeitrag für die Schweizer Zeitung "Tagesanzeiger" vor Tornados gewarnt. So müsse man jeden Sommer damit rechnen, auch wenn die Wahrscheinlichkeit für einen starken Tornado in Zürich, Basel, Bern, Berlin oder Köln bislang nicht "signifikant" größer ist als früher. Allerdings würden "in einem zunehmend wärmer und feuchter werdenden Klima [...], stärkere Gewitter und damit auch Tornados wahrscheinlicher werden."

Der Tornado hatte nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) eine für Europa außergewöhnliche Stärke. Andreas Friedrich, Tornadobeauftragter des DWD, geht davon aus, dass der Wirbelsturm Windgeschwindigkeiten zwischen 300 und 400 Kilometern pro Stunde erreicht habe. Es handele sich um "ein[en] Tornado, der in dieser Stärke in Europa bisher nur selten vorkam".

Den ganzen Abend über wüteten schwere Unwetter und Gewitter in der Region. Rund um die Städte Breclav und Hodonin fielen Hagelkörner von der Größe von Tennisbällen. Der Tornado in Tschechien war offenbar ohne große Vorwarnung losgebrochen, fünf Menschen starben, über 200 wurden verletzt. Hunderte von Häusern wurden zerstört, Dächer abgedeckt, Stromleitungen niedergerissen und Autos umhergeschleudert.

Südmähren befindet sich an der Grenze zu Österreich und ist als Weinanbaugebiet bekannt. Am Schloss Valtice, das zum Unesco-Weltkulturerbe zählt, entstand ein Millionenschaden. An dem Bau aus dem 17. Jahrhundert zerbarsten zahlreiche Fensterscheiben.