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Tschechien: Mehrere Tote durch Tornado in Südmähren

Von euronews
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Zerstörungen im Ort Moravská Nová Ves
Zerstörungen im Ort Moravská Nová Ves   -   Copyright  Vaclav Salek/CTK via AP
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In der tschechischen Region Südmähren hat ein ungewöhnlich starker Tornado schwere Verwüstungen angerichtet. Laut Polizei wurden mindestens fünf Menschen getötet. Rund 200 Menschen wurden verletzt, über 80 mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Regierungschef Andrej Babis zufolge sind etwa 2000 Häuser beschädigt und mehr als 40.000 Haushalte ohne Strom.

Der Tornado traf mehrere Dörfer in der Region im Südwesten Tschechiens. Nach Einschätzungen von MeteorologInnen war er mit über 300 Kilometern pro Stunde für europäische Verhältnisse außergewöhnlich stark und der verheerendste in der jüngeren Geschichte des Landes.

"Sonst sieht man so etwas nur im Fernsehen"

Die Erderwärmung könne dabei eine Rolle spielen, da die Entstehung von Tornados durch heiße, feuchte Luft begünstigt werde. "Sonst sieht man so etwas im Fernsehen in Oklahoma, in Amerika und denkt, das kann uns in Tschechien nicht passieren", so ein Betroffener. "Und dann ist man hier in Südmähren, wo der Wein wächst und dann so was."

"Ich kann es gar nicht beschreiben, das ist wie ein Kriegsgebiet", so ein weiterer Anwohner. "Alles wurde durcheinander gewirbelt und flog durch die Luft. Unser Dach ist weg."

Hunderte Gebäude abrissreif

Die Regierung versprach schnelle finanzielle Hilfe für die Betroffenen. Bis zu 600 Gebäude sind nach Ansicht der Behörden abrissreif. Die Armee schickte SoldatInnen mit schwerer Technik. Dem tschechischen Innenminister zufolge waren zwischenzeitig über 500 Feuerwehrleute und 600 PolizistInnen im Einsatz. Die Nachbarländer Österreich und Slowakei schickten Unterstützung.