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Unruhen auf Kuba: Präsident warnt vor „konterrevolutionären Provokationen“

Von euronews
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Festnahme eines Demonstranten
Festnahme eines Demonstranten   -   Copyright  ADALBERTO ROQUE/AFP or licensors
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Wütender Protest bei der Festnahme von Oppositionellen auf Kuba: Tausende Menschen hatten sich in mehreren Städten an Kundgebungen beteiligt, um die schlechte Versorgungslage anzuprangern, die sich unter anderem durch Stromausfälle sowie Mangel an Nahrungs- und Arzneimitteln zeigt. Auch Rufe nach einem Sturz der Regierung wurden laut. Es kam zu hunderten Festnahmen.

Kubas Präsident Miguel Diaz-Canel suchte das Gespräch mit der Bevölkerung, die sich über die Versorgungslage beklagte. Der Präsident sprach von einer kubanisch-amerikanischen Mafia, die im Internet Stimmung gegen die politische Führung mache. Er wähnt die Vereinigten Staaten hinter den Protesten gegen die kubanische Regierung.

„Wenn man möchte, dass es dem kubanischen Volk besser geht, heben Sie das Embargo auf. Verantwortlich ist nicht die unfähige Regierung, von der Sie sprechen, die brutale Regierung, die Diktatur. Was ist die Diktatur in Kuba? Ist es eine Diktatur, wenn man die Welt ein bisschen besser macht?", so Diaz-Canel.

Er kündigte an, man werde gegen konterrevolutionäre Provokationen vorgehen und „das revolutionäre Gesetz anwenden, das diese Revolution schützt, wir werden uns Ihnen entgegenstellen", sagte der Präsident.

Kuba kämpft derzeit mit der wieder deutlich an Fahrt aufnehmenden Pandemie. Das Land verzeichnete in den vergangenen drei Tagen jeweils Höchststände bei den Coronavirus-Ansteckungen und bei den Covid-19-Toten. Vor allem die Hauptstadt Havanna ist davon betroffen.