Eilmeldung
Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Hochwasser in Europa: Dutzende Tote und Vermisste

Von su mit AFP, dpa
euronews_icons_loading
Hochwasser in Europa: Dutzende Tote und Vermisste
Copyright  AFP
Schriftgrösse Aa Aa

Hochwasser in Mitteleuropa: Ganze Landstriche sind verwüstet, Häuser weggespült.

DEUTSCHLAND

Nach Unwettern im Westen Deutschlands sind mindestens 58 Menschen gestorben. In Rheinland-Pfalz wurden am Donnerstag Dutzende Menschen vermisst, laut Innenministerium bis zu 70. Die Lage war nach dem Dauerregen vielerorts in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen unübersichtlich. Retter und Retterinnen brachten Menschen in überschwemmten Orten zum Teil mit Booten in Sicherheit. Viele suchten auf Bäumen und Hausdächern Schutz vor den Fluten, Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Es sei schwierig, die Vermissten zu erreichen, da das Mobilfunknetz zum Teil ausgefallen sei, sagte die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer (SPD), «so eine Katastrophe haben wir noch nicht gesehen. Es ist wirklich verheerend.»

Thilo Klein, Bewohner des Dorfes Schuld (Rheinland-Pfalz): “Das ist mehr als eine Katstrophe. Ganz, ganz schlimm. Ich bin seit als 50 Jahre bei der Feuerwehr und wir haben sowas nicht gehabt. Hochwasser hatten wir öfter, aber nicht so brutal."

Eine Frau in Schuld:

"Wir sind in den zweiten Stock geflüchtet. Das ging so schnell... du versuchst ja noch, irgendwas wegzuräumen oder zu machen und zu tun. Und da war es schon zu spät."

BELGIEN

In Belgien sind im Zusammenhang mit schweren Unwettern im Osten des Landes mindestens vier Menschen ums Leben gekommen, so die Nachrichtenagentur “Belga” am Donnerstag unter Berufung auf die zuständige Staatsanwaltschaft. In Limburg sind nach Angaben der Bürgermeisterin knapp 3.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Manche Orte konnten wegen zu starker Strömung nicht einmal per Boot erreicht werden, Hubschrauber-Einsätze scheiterten am Wetter.

Katia Schumacher, aus Purgatoire (zwischen Lüttich und Aachen):

"Ein bisschen sauer bin ich auf die Stadt. Die Feuerwehrleute sind nicht rechtzeitig gekommen. Da saßen Leute an ihrem Haus etwas weiter unten fest. Es gab kein Boot, um die alten Leute abzuholen."

SCHWEIZ

In der Schweiz haben Seen und Flüsse in Zentralschweizer Kantonen wie Bern und Luzern ein gefährliches Niveau erreicht, und bis Freitag wird noch mehr Regen erwartet. Am Vierwaldstätter See wurde die höchste Gefahrenstufe (5) ausgerufen.

EU

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat Hochwasser-Geschädigten in Belgien, Deutschland, Luxemburg und den Niederlanden Hilfe zugesagt.

su mit AFP, dpa