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Mehr Angst vor den Taliban als vor Covid

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Von Sabir Safarov
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Mehr Angst vor den Taliban als vor Covid
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Die COVID-Situation in Afghanistan war schon vor der Übernahme durch die Taliban schwierig angesichts eines Mangels an medizinischen Hilfsgütern, Krankenhausbetten, Intensivstationen und Impfstoff.

Mit den Taliban droht sich die Situation noch weiter zu verschlechtern, warnt die WHO. Auch wenn die Zahl der Fälle - sofern man den offiziellen Statistiken Glauben schenken darf - derzeit relativ gering ist Impfungen dürften nicht zu den ersten Prioritäten der neuen Machthaber gehören.

Ich wollte einen PCR-Test machen, ich hatte Halsschmerzen, Fieber und Schüttelfrost. Aber die Taliban haben alle medizinischen Einrichtungen geschlossen, nur ihre Soldaten werden versorgt. Der öffentliche Gesundheitssektor ist tot. Freunde, die Afghanistan verlassen, konnten nicht mehr testen lassen. Das ist setzt andere Risiken aus, wir müssen deshalb für unsere Sicherheit und Gesundheit unserer Familien sorgen.

Ich warte auf das Testergebnis. Die Leute auf der Straße tragen keine Masken, besonders jetzt, in dieser Krisensituation. Die Menschen haben mehr Angst vor den Taliban als vor dem Corona-Virus. Das Risiko ist hoch, die Zahl der Corona Fälle ist hoch. Aber es wird nicht kontrolliert.
Sefatullah und Omid
In Sorge wegen Covid

Der ehemalige Leiter des afghanischen Gesundheitswesens warnt, das Land könne zu einem Covid-19-Hotspot werden, sollten Staaten und Hilfsorganisationen nichts unternehmen. Es gelte eine humanitäre Katastrophe unter den Taliban zu verhindern. Europa, das eine Welle afghanischer Migranten erwartet, will man neue, eingeschleppte Fälle verhindern. Unter den in den USA angekommenen Migranten wurden jedoch bisher nur sehr wenige positiv auf COVID-19 getestet.