Was die toten Fische im Mar Menor mit Supermarkt-Tomaten zu tun haben (könnten)

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Von euronews
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Das Mar Menor ist Europas größte Salzwasserlagune. Seit einiger Zeit sterben dort die Fische. Umweltschützer geben der Landwirtschaft die Schuld.

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Europas größte Salzwasserlagune, das Mar Menor an der Spanischen Mittelmeerküste, ist verseucht. Hunderte tote Fische werden seit einiger Zeit an den Stränden angespült. Der Grund ist zu wenig Sauerstoff im Wasser. Jorge Sánchez, Biologe bei der Umweltschutzorganisation "ANSE" sagt: "Dieser Sauerstoffmangel wurde verursacht durch eine riesige Menge Nährstoffe in der Lagune. Dadurch haben sich die Algen ungewöhnlich stark vermehrt. Nachts ziehen diese Algen Sauerstoff aus dem Wasser und das hat das Fischsterben verursacht."

Das Mar Menor liegt in der Region Murcia, eines der größten Gemüseanbaugebiete Europas. Umweltschützer geben den Landwirten die Schuld am Fischsterben doch die weisen das zurück.Manuel Martínez, Präsident des Bauernverbandes von Cartagena sagt: "Hier hat sich eine Form der hochpräzisen Landwirtschaft entwickelt. Alles wird kontrolliert: wieviel Wasser jedes Gemüse bekommt und wann. Alles wird analysiert, auch die Nährstoffe in der Erde. Alles wird kontrolliert.

Experten fordern dennoch strengere Regeln für die Bauern. "Das alles ist die Konsequenz von vielen Dingen, die in den vergangenn Jahrzehnten zusammengekommen sind. Abwasserverschmutzung, mit der nicht richtig umgegangen wurde, die Entwicklung der intensiven Landwirtschaft seit 30, 40 Jahren und dem Fehlen von wirksamen Kontrollen all dieser Dinge", sagt Victor Manuel Leon, Umweltexperte am Institut für Meereskunde in Murcia.

Zuletzt musste der Strand an der Lagune für zwei Wochen gesperrt werden. Anders war den vielen Algen und den toten Fischen nicht beizukommen.

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