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Filmfestspiele: Die wichtigsten Preisträger von Venedig

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Von Euronews mit dpa
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Filmfestspiele: Die wichtigsten Preisträger von Venedig
Copyright  Domenico Stinellis/AP
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Die Französin Audrey Diwan hat für ihr Abtreibungsdrama "L'événement" den Goldenen Löwen der Filmfestspiele von Venedig gewonnen. Der Film erzählt von der jungen Anne, die Anfang der 1960er Jahre in Frankreich ungewollt schwanger wird und abtreiben möchte. Das ist allerdings illegal, deswegen sucht Anne verzweifelt nach einem anderen Ausweg.

"Ich habe diesen Film mit Wut und Sehnsucht in mir gemacht. Ich habe ihn aus meinem Bauch heraus, mit meinem Herzen und meinem Kopf gemacht", sagte die sichtlich bewegte französische Filmemacherin Diwan nach der Preisübergabe.

Es ist der sechste Goldene Löwe der Festivalgeschichte, der an das Werk einer Regisseurin vergeben wird. Auch im Vorjahr gewann eine Frau: Chloé Zhao mit "Nomadland". An einen französischen Filmemacher ging der Goldene Löwe zuletzt 1987. Louis Malle erhielt die Auszeichnung damals für "Auf Wiedersehen, Kinder".

Penélopez Cruz beste Schauspielerin

Als beste Schauspielerin ehrte die Jury die Spanierin Penélope Cruz für "Madres paralelas" - Parallele Mütter - von Pedro Almodóvar. Sie spielt eine von zwei Müttern, die ungewollt schwanger werden.

"Ich möchte den Preis zwei anderen parallelen Müttern in meinem Leben widmen", so Cruz in ihrer Dankesrede. "Meiner Mutter Encarna, und mit ihr den besten Werten, der besten Lehrerin, meiner besten Freundin. Ich liebe dich, Mama. Und meiner Schwiegermutter, Pilar Bardem, die uns vor zwei Monaten verlassen hat. Sie hat so viel für die Schauspielerinnen und Schauspieler in unserem Land getan."

Der Große Preis der Jury, die zweitwichtigste Auszeichnung des Festivals, ging bei dieser Festivalausgabe an "È stata la mano di Dio (Die Hand Gottes)". Darin erinnert sich der Italiener Paolo Sorrentino ("La Grande Bellezza – Die große Schönheit") an seine Jugend in Neapel.

Die Neuseeländerin Jane Campion, die einst mit "Das Piano" weltweit Erfolge feierte, nahm für das Brüderdrama "The Power of the Dog" mit Benedict Cumberbatch, Kirsten Dunst und Jesse Plemons die Auszeichnung für die beste Regie entgegen.

Maggie Gyllenhaal für Regiedebüt ausgezeichnet

Die US-Schauspielerin Maggie Gyllenhaal gewann für "The Lost Daughter" die Auszeichnung für das beste Drehbuch. Das Drama ist zugleich auch ihr Regiedebüt.

Das Filmfest Venedig ist das älteste der Welt. Es waren die zweiten Festspiele, die unter Corona-Bedingungen stattfanden. Dieses Mal waren aber deutlich mehr Filme und Stars auf dem roten Teppich zu sehen.