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Nach "Brexit": Streit über Migrantenstrom aus Frankreich über den Ärmelkanal

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Von su mit AP
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Nach "Brexit": Streit über Migrantenstrom aus Frankreich über den Ärmelkanal
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Flüchtlingsstrom über den Ärmelkanal von Frankreich nach Großbritannien und kein Ende – der "Brexit" hat das Management der Migrantenüberfahrten in Booten deutlich schwieriger gemacht. Denn für die Briten gilt seit dem EU-Austritt das Dublin-Abkommen nicht mehr. Wo zuvor Frankreich als sicheres Drittland noch verpflichtet war, Flüchtlinge und Migranten, die von der französischen Küste kamen, automatisch zurückzunehmen, entfällt das jetzt. Die Briten sind damit jetzt im Wesentlichen auf den “Goodwill” der Franzosen angewiesen. Umgerechnet mehr als 50 Millionen Euro zahlte die britische Regierung dafür jüngst in einem Monat (Juli) an die Franzosen.

Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin machte sich in Calais ein Bild von der Lage:

“Wir fordern die Briten auf, ihre Finanzierungsversprechen einzuhalten, da wir für sie hier und jetzt die Grenze sichern. Und dann natürlich, ihre Attraktivität für in Großbritannien ankommende Einwanderer noch einmal zu reduzieren.”

Luftlinie sind es nur rund 50 Kilometer von Calais bis zur englischen Küste. Die britische Innenministerin Priti Patel will die Flüchtlingsboote durch den britischen Grenzschutz einfach zurückschieben lassen in französische Gewässer.

Trotzdem haben nach Medienberichten auch am Samstag weitere Migranten den Ärmelkanal erfolgreich überquert, Schiffe des Grenzschutzes brachten sie in Dover und Dungeness in Kent in Sicherheit („SKY NEWS”).

su mit AP