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Mord an David Amess: Wie sicher sind Abgeordnete in Großbritannien?

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Von euronews
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Mord an David Amess: Wie sicher sind Abgeordnete in Großbritannien?
Copyright  Photo : Alberto Pezzali (Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved.)

In Großbritannien haben führende Politiker:innen des ermordeten konservativen Abgeordneten David Amess gedacht. Premier Boris Johnson und Oppositionschef Keir Starmer legten in Leigh-on-Sea in der südostenglichen Grafschaft Essex Kränze nieder. Amess wurde Freitag während seiner Bürgersprechstunde vermutlich von einem Islamisten erstochen worden.

Der Angriff löste eine Debatte über die Sicherheit von Politiker:innen aus. Innenministerin Priti Patel sagte, die Überprüfung der Vorkehrungen sei im Gang. Es werde darüber beraten, wie die mehr als 600 Abgeordneten des Parlaments beschützt werden könnten, so dass sie diese ihre Wahlkreise weiter unterstützen könnten, erreichbar und in Sicherheit blieben. Es sei wichtig, dass sie weiter ansprechbar blieben.

Der Angriff erinnert an die Ermordung der Labour-Abgeordneten Jo Cox, die 2016 bei einer Bürgersprechstunde von einem Rechtsextremen angeschossen und niedergestochen wurde. Amess wurde in einer Kirche ermordet. Die Betroffenheit ist groß:

"Gestern war ein schrecklicher Tag", so die Rentnerin Sheila Clark aus Leigh-on-Sea. "Normalerweise passiert so was hier nicht und er war so ein guter, guter Mann. Er hat so viel für alle getan, niemanden abgewiesen. Er hat sich um Tierschutz gekümmert, um die Schulen, den Lions Club. Er war einfach ein guter Mensch."

Amess war seit fast 40 Jahren Abgeordneter

Amess saß seit 1983 für die Tories im britischen Parlament. Er galt als erzkonservativer Brexit-Befürworter, der sich gegen das Recht auf Abtreibung und für Tierrechte einsetzte. Der 69-Jährige hinterlässt eine Frau und fünf Kinder