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Schmelzende Gletscher auf Grönland: Fast 70 % vom Eis sind schon weg

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Von Euronews
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Seblst wenn wir sofort alle CO2-Emissionen stoppen, würde das Eis noch eine Weile weiter schmelzen, meinen Expertinnen und Experten.

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In Grönland sind die Folgen des Klimawandels deutlich zu spüren und zu sehen: Die Landschaften auf der Insel haben sich bereits verändert. Die Glaziologin Alexandra Messerli untersucht die grönländische Eiskappe - und diese schmilzt schneller als jemals zuvor. Die Forscherin sagt: "Gletscher sind die Thermometer der Welt" und sie zeigen an, wie sich das Klima anderswo entwickeln wird.

Alexandra Messerli sagt zu der Besonderheit auf Grönland: "Hier oben in der Arktis beobachten wir etwas, das man als "arctic amplification" bezeichnet: Die Arktis erwärmt sich zwei- bis dreimal schneller als andere Regionen der Erde. Was hier passiert, ist eine Art Indikator für das, was an anderen Orten auf uns zukommt."

"70 Prozent des Volumens sind in den vergangenen Jahrzehnten geschmolzen"

Der Arktisforscher Arno C. Hamman erklärt die Auswirkungen der globalen Erwärmung auf das grönländische Eis. Der Hydrologe sagt: "Das Meereseis ist in den vergangenen Jahrzehnten stark zurückgegangen. um fast siebzig Prozent des Volumens. Eis ist sehr weiß und reflektiert viel Sonnenlicht zurück ins All. Wenn also das Eis durch dunkle Ozeane ersetzt wird, absorbiert es zusätzliches Sonnenlicht. Das ist einer der Gründe, warum es hier in der Arktis so viel wärmer wird. Weil so viel mehr Wärme zusätzlich zu dem absorbiert wird, was wir dem System bereits zuführen.

Selbst wenn wir den Klimawandel morgen vollständig stoppen könnten, würde das Schmelzen noch einige Zeit anhalten. Aber je früher wir handeln, desto schneller könnten die Eiskappen versuchen, ein neues Gleichgewicht zu finden.

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